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15.01.2016

Schwangerschaft: Sodbrennen durch mehrere kleine Mahlzeiten vermeiden

Schwangere, die unter Sodbrennen leiden, sollten besser mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt essen, statt wenige große. Mit fortschreitender Schwangerschaft dehnt sich die wachsende Gebärmutter zunehmend von unten her gegen den Magen aus und verringert dessen Volumen. Kommen größere Nahrungsmengen hinzu, wird das Platzangebot im Magen geringer, wodurch leichter Magensäure in die Speiseröhre aufsteigen kann. Daher empfiehlt es sich, die Mahlzeiten dem verminderten Magenvolumen anzupassen und lieber öfter kleinere Gerichte zu verzehren. Wenn die Beschwerden sehr schmerzhaft und belastend sind, können säurereduzierende Medikamente, so genannte Antazida, verschrieben werden. Weil Arzneimittel in der Schwangerschaft jedoch wenn möglich vermieden werden sollten, sollten zuvor nicht-medikamentöse Möglichkeiten ausgeschöpft werden.

Gezielte Ernährungsumstellung hilfreich

Betroffene können durch eine Ernährungsumstellung auf fettarme Speisen und den Verzicht auf Süßigkeiten, scharfe Gewürze sowie auf saure Nahrungsmittel und kohlensäurehaltige Getränke Sodbrennen positiv beeinflussen. Um Sodbrennen zu vermeiden ist es ganz wichtig, die eigene Empfindlichkeit auf bestimmte Nahrungsmittel zu beobachten, die individuell sehr verschieden sein kann. Weitere hilfreiche Maßnahmen sind gründliches Kauen, langsames Essen und  wenig Flüssigkeitsaufnahme während des Essens. Auch sollten späte Mahlzeiten vermieden werden sowie Ruhephasen im Liegen kurz nach dem Essen. Ebenso zu enge Kleidungsstücke - insbesondere Gürtel - können den Magen beengen und das Aufsteigen von Magensäure fördern.

Zwischen 40 und 80 Prozent aller werdenden Mütter leiden im Verlauf ihrer Schwangerschaft unter Sodbrennen. Einige Frauen leiden bereits in den ersten Schwangerschaftswochen unter aufsteigender Magensäure, meist treten die Beschwerden jedoch im letzten Drittel der Schwangerschaft auf. Die besondere hormonelle Situation in der Schwangerschaft fördert die Elastizität von Körpergewebe, weswegen bei manchen Schwangeren der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre in dieser Zeit geschwächt sein kann. Dies ist ein weiterer Grund, weswegen Sodbrennen ein verbreitetes aber relativ harmloses Problem in der Schwangerschaft ist. In der Regel verschwindet das Sodbrennen sobald der Nachwuchs zur Welt gebracht wurde.

Quelle: äin-red (Frauenärzte im Netz)



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