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01.10.2006

Kein Tumor gleicht dem anderen

Ein Wissenschaftlerteam des Sidney Kimmel Comprehensive Cancer Center in Baltimore sowie der Universität South Carolina in Columbia und Case Western Reserve Universität in Cleveland hat bei einer Untersuchung von Genmutationen in mehr als 13.000 Genen in elf Brust- und elf Dickdarmtumoren herausgefunden, dass kein Tumor mit einem andern exakt identisch ist.

Die Wissenschaftler haben insgesamt 189 Gene identifiziert, die in Brust- und Dickdarmtumoren verändert sind. Sie sind sowohl am Entstehen, dem Wachstum und der Verbreitung im Körper verantwortlich. Ein typischer Brusttumor enthält nach Auskunft der Forscher über 100 Genmutationen. Doch welche Kombination an Mutationen vorliegt, ist pro Tumor unterschiedlich. Die Ergebnisse legen nahe, dass jede von Brustkrebs betroffene Frau eine maßgeschneiderte Therapie benötigt, die auf die Eigenheiten des Tumors ausgerichtet ist. Das Wissen um die individuellen Veränderungen in den Krebsgeschwüren, wird die Entwicklung neuer Behandlungsmethoden vorantreiben.

Brust- und Dickdarmkrebs früh erkennen

Brust- und Dickdarmkrebs sind Erkrankungen, die mittels gezielter Früherkennungsuntersuchungen rechtzeitig erkannt und in vielen Fällen geheilt werden können. Beim Brustkrebs gehört dazu die monatliche Selbstuntersuchung der Brust, ab 30 Jahren die jährliche Tastuntersuchung beim Frauenarzt und ab 50 Jahren als Screening die Mammografie. Darmkrebs kann mittels der Koloskopie (Darmspiegelung) rechtzeitig erkannt werden. Im Rahmen der gesetzlichen Krebsfrüherkennung kann diese Untersuchung ab 55 Jahren durchgeführt werden. Ab 50 sind Stuhlteste zum Nachweis von nicht sichtbarem Blut Bestandteil der Krebsvorsorge.


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