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09.01.2008

Nach Antibiotikaeinnahme sind Scheideninfektionen häufig

Die Behandlung eines bakteriellen Infektes, beispielsweise der Nasen-Nebenhöhlen, mit einem Antibiotikum kann eine Scheideninfektion nach sich ziehen. Darauf weist der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) in München hin. „Da ein Antibiotikum alle empfindlichen Bakterien im Körper abtötet, wird oftmals auch die Scheidenflora, welche überwiegend aus den so genannten Döderleinbakterien besteht, in Mitleidenschaft gezogen. In der Folge können sich Pilze oder andere Keime ungehindert vermehren. Das führt zu starkem Juckreiz und Schmerzen des Genitalbereiches und vermehrtem Ausfluss", erklärt der niedergelassene Frauenarzt Dipl.-med. Ulrich Freitag den Zusammenhang.

Vorbeugend kann eine Frau während der Behandlung mit einem Antibiotikum auf süße Nahrung, Scheidenspülungen, und Waschungen in der Badewanne verzichten. „Begleitend zur Antibiotikabehandlung kann es in einigen Fällen sinnvoll sein, Milchsäurebakterien in Form von Scheidenzäpfchen oder -kapseln nach ärztlicher Verordnung anzuwenden, um die Störung der Vaginalflora zu vermeiden oder abzumildern. Leidet eine Frau bereits unter Beschwerden wie starkem Juckreiz, sollte sie jedoch schnellstmöglich ihren Frauenarzt aufsuchen. Er kann feststellen, um welche Art der Entzündung es sich handelt und welche Therapie angebracht ist", so Freitag weiter.



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