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30.05.2008

Cytomegalie-Virus-Infektion in der Schwangerschaft gefährlich für das Ungeborene

Die Zytomegalie gehört zu den häufigsten Virusinfektionen, die Kinder während der Entwicklung im Mutterleib schädigen können. Schätzungen zufolge sind weltweit zwischen 0,2 bis 2,4 Prozent aller Neugeborenen mit Cyto- oder Zytomegalie-Virus (CMV), dem Erreger der Zytomegalie, infiziert. Dennoch wissen die wenigsten Frauen über Zytomegalie Bescheid oder darüber, dass es sogar eine Möglichkeit der Vorsorge gibt.

Von den jährlich rund 700.000 schwangeren Frauen in Deutschland, hat etwa die Hälfte in ihrem Leben noch keinen Kontakt mit CMV gehabt. Mindestens ein Prozent dieser Frauen steckt sich jedoch während der Schwangerschaft erstmals damit an, also etwa 3.400 Frauen. Das Risiko, dass auch das Kind infiziert wird, beträgt über 40 Prozent. Folgen einer Infektion bei ungeborenen Kindern können Wachstumsverzögerungen, Gehirnentzündungen, Leber- und Milzvergrößerung, Schwerhörigkeit oder Augenschäden sein. Jedes Jahr sterben einige Kinder an den Folgen einer Erstinfektion der Mutter während der Schwangerschaft. Auch wenn die Kinder infizierter Frauen bei der Geburt gesund sind, können sie später noch erkranken; am häufigsten entwickeln sich bei etwa 15 Prozent der Kinder Hörstörungen.

Mit einer Blutuntersuchung kann getestet werden, ob eine Frau bereits Antikörper gegen das Zytomegalie-Virus hat oder nicht. Da diese Untersuchung nicht in den Mutterschaftsrichtlinien enthalten ist, muss sie in der Regel selbst bezahlt werden. Nur wenn Auffälligkeiten beim Ungeborenen auftreten, wie beispielsweise Wachstumsverzögerungen, wird der Test derzeit automatisch durchgeführt.

Stellt sich bei der vorsorglichen Blutuntersuchung heraus, dass die Frau noch nicht mit CMV infiziert ist, sollte der Test alle acht bis zwölf Wochen wiederholt werden. Einfache Hygieneregeln können dabei helfen, sich nicht anzustecken: Wer in Kinderkliniken oder in Kindergärten tätig ist, hat ein erhöhtes Ansteckungsrisiko. Bei Kleinkindern wird das Virus mit dem Urin und Speichel ausgeschieden, ohne dass bei ihnen Krankheitszeichen sichtbar wären. Daher wird regelmäßiges gründliches Händewaschen mit warmem Wasser und Seife empfohlen, z. B. nach Windelwechsel, Füttern oder Kontakt mit Speichel. Tassen, Löffel, Gläser etc. möglichst nicht gemeinsam mit Kindern benutzen und Gegenstände und Oberflächen, die mit Urin und Speichel von Kleinkindern in Kontakt kamen, reinigen.

Mehr Informationen zu Cytomegalie-Virus-Infektion auch unter: www.icon-cmv.de.



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