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29.09.2006

Übermäßige Gewichtszunahme in der Schwangerschaft schadet dem Baby

Wissenschaftler der Universität von Kalifornien in San Francisco haben bei einer Untersuchung von mehr als 20.000 schwangeren Frauen herausgefunden, dass eine Gewichtszunahme in der Schwangerschaft von mehr als 18kg dem Baby schaden kann. Bei etwa jeder dritten untersuchten Frau, war das Gewicht zu hoch.

Kinder dieser Frauen hatten niedrigere Apgar-Werte, als Kinder von Frauen, die weniger als 18kg Gewicht zugenommen hatten. Mit dem Apgar-Test wird das Neugeborene eine, fünf und zehn Minuten nach der Geburt auf Aussehen, Herzschlag, Muskeltonuns, Reflexe und Atmung kontrolliert. Je höher die Werte sind, desto besser ist der Gesundheitszustand des Kindes. Zusätzlich traten bei Kindern dieser Mütter häufiger kindliche Anfälle (infant seizures) und niedrige Blutzuckerspiegel auf. Es war ebenfalls verbreiteter, dass Babys noch im Mutterleib den ersten Stuhlgang, das so genannte Kindspech, abgaben und in der Folge verunreinigtes Fruchtwasser einatmeten. Das kann zu schweren Atmungsstörungen führen. Die Babys waren im Schnitt größer als Kinder von Frauen, die weniger Gewicht zugenommen hatten.

Bei gesunden Frauen geht man davon aus, dass sie pro Woche etwa 300 bis 400 Gramm Gewicht zunehmen. Das bedeutet bei einer Schwangerschaftsdauer von 40 Wochen etwa zwölf bis 16 Kilo. Doch auch eine zu geringe Gewichtszunahme birgt Risiken. In der Studie wurde festgestellt, dass bei einer Zunahme von weniger als sieben Kilogramm kindliche Anfälle vermehrt auftraten, der Krankenhausaufenthalt häufiger länger als fünf Tage dauerte und die Kinder mit im Vergleich zu geringem Geburtsgewicht zur Welt kamen.

Frauenärzte empfehlen in der Schwangerschaft eine ausgewogene Ernährung, in erster Linie Gemüse, Salate, Obst, Vollkorn und Milchprodukte und Fisch oder Fleisch, und auf keinen Fall eine Diät. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie während der Schwangerschaft zu viel oder zu wenig Gewicht zunehmen, wenden Sie sich unbedingt an Ihren Frauenarzt.

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