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14.02.2012 Weniger Krebsvorstufen durch flächendeckende HPV-Impfung in Australien
Von dem Humanen-Papillomavirus (HPV) sind mehr als 200 Varianten bekannt. Etwa 40 HPV Typen können bei Männern und Frauen im Zusammenhang mit Infektionen der Genitalschleimhaut gefunden werden. Einige werden als Hochrisiko-Typen eingestuft, weil sie für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs, aber auch für Krebserkrankungen an der Vulva, der Vagina, am Anus und am Penis verantwortlich gemacht werden. Typen mit niedrigem Risiko können Haut- und Schleimhautwarzen verursachen. Anhaltende (persistierende) Infektionen mit krebsverursachenden Humanen-Papillomviren, können bei Frauen zu zellulären Veränderungen am Gebärmutterhals führen, die im Pap-Test nachweisbar sind. Pro Jahr erkranken hierzulande 6200 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, 1700 sterben an den Folgen. 20 % der Erkrankten sind zwischen 15 und 39 Jahre alt. Im Jahr 2007 wurde in Australien ein Impfprogramm gegen HPV eingeführt. Die Impfrate liegt dort bei 80 - 90 %. Tumore des Gebärmutterhalses entwickeln sich langsam. Daher rechnen Experten erst in 10 bis 15 Jahren mit Zahlen, die den Rückgang von Krebsfällen belegen. Doch schon die sinkende Zahl behandlungsbedürftiger Krebsvorstufen bei Mädchen unter 18 Jahren lässt die Fachleute hoffen, dass auch die Krebsfälle deutlich abnehmen werden. In Deutschland wird die Impfung für alle Mädchen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren von der STIKO empfohlen. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Impfung, aber trotzdem lassen sich nur etwa 30 % der Mädchen impfen. Für eine Grundimmunisierung sind drei Impfungen innerhalb von einem halben Jahr erforderlich, wobei sich die Impfschemata der beiden im Handel befindlichen Impfstoffe etwas unterscheiden. Quelle: Ärztezeitung Weitere Meldungen zum Thema:
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