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11.08.2011

Schwangerschaft: Moderate Gewichtszunahme beugt Dehnungsstreifen vor

Während der Schwangerschaft sollte grundsätzlich eine zu rasche Gewichtszunahme vermieden werden. Dadurch senken Frauen auch ihr Risiko dafür, Dehnungsstreifen in der Haut zu entwickeln. „Die Haut kann eine rasche Volumenzunahme des Körpers nur ein Stück weit kompensieren. Zudem ist die Hautelastizität durch hormonelle Einflüsse während der Schwangerschaft vermindert. Bei einer Überdehnung des Bindegewebes kann es dann zu Faserrissen und Vernarbungen im Unterhautfettgewebe kommen und es entstehen Schwangerschaftsstreifen. Frauen, die eine Veranlagung zur Bindegewebsschwäche haben, neigen besonders dazu", erklärt Dr. Klaus König, Vizepräsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF) in München. Dehnungsstreifen treten aber nicht nur im Verlauf der Schwangerschaft auf, sondern können sich auch während des Wachstums oder beim Sport bilden. Frauen mit mittleren bis großen Brüsten können durch das Tragen eines Sport-BHs bei körperlicher Aktivität den Überdehnungen vorbeugen.

Durch eine gesunde, ausgewogene Ernährung und durchblutungsfördernde Maßnahmen lässt sich die Hautelastizität ein Stück weit positiv beeinflussen. „In Grenzen vorbeugen kann man mit Gymnastik, Wechselduschen sowie Zupf- und Knetmassagen. Damit sollte aber bereits in der Frühschwangerschaft begonnen werden", betont der Vize-Präsident, der in Steinbach im Taunus niedergelassen ist. „Auch sollte die Haut am Bauch nur ganz vorsichtig gezupft und der Bauch auf keinen Fall richtig massiert werden. Spezielle Massage-Öle erleichtern diese Maßnahmen."

Während der Schwangerschaft bilden sich insbesondere am Bauch, den Hüften und Oberschenkeln sowie auf der Brust die unschönen Hautveränderungen. Aufgrund der durchscheinenden Blutgefäße sind die Streifen zunächst rötlich gefärbt. Nach der Schwangerschaft verblassen sie langsam, werden in der Regel deutlich schmaler und bilden sich teilweise zurück. „Etwa jede dritte Schwangere muss mit Schwangerschaftsstreifen rechnen. Es handelt sich dabei aber lediglich um ein kosmetisches und kein medizinisches Problem", fügt Dr. König hinzu.

Die Pressemeldung des BVF ist mit Quellenangabe zur Veröffentlichung freigegeben. Bitte weisen Sie bei Verwendung im Printbereich auf das Informationsportal des BVF, www.frauenaerzte-im-netz.de, hin. Bei Online-Veröffentlichung erbitten wir eine Verlinkung auf die Website.



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