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05.04.2011 Fruchtbarkeitsbehandlungen: Emotionaler Stress vermindert offenbar nicht die Chancen auf eine Schwangerschaft Frauen, die eine Fruchtbarkeitsbehandlung wahrnehmen, um schwanger zu werden, berichten im Zuge dessen oft über Anspannung, Sorgen und Nervosität. „Bislang ging man davon aus, dass dieser Stress einen ungünstigen Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, nehmen könnte. Eine Metastudie kommt jedoch nun zu dem Ergebnis, dass emotionale Belastung im Vorfeld einer Kinderwunschbehandlung die Chancen auf eine Schwangerschaft offenbar nicht beeinträchtigt", berichtet Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF) in München. Er beruft sich dabei auf die Untersuchung um Jacky Boivin von der University of Cardiff, die im Fachmagazin „British Medical Journal (BMJ)" veröffentlicht ist. In die Studie gingen die Daten von 14 Untersuchungen aus 10 Ländern mit insgesamt 3583 unfruchtbaren Frauen ein, die sich einer Kinderwunschbehandlung bzw. In-vitro-Fertilisation (IVF) unterzogen. Mit Hilfe von Fragebögen wurde bei den Patientinnen das Ausmaß ihrer Ängste, Sorgen und depressiven Symptome vor den Behandlungen erfasst, um deren Einfluss auf das schwanger werden zu bestimmen. In einigen dieser Studien wurden die Frauen wenige Tage vor dem Behandlungstermin befragt, in anderen Studien einige Monate zuvor. „Für Paare kann die Tatsache, nicht auf natürlichem Wege schwanger werden zu können, eine große psychische Belastung darstellen", ergänzt der niedergelassene Frauenarzt aus Hannover. „Hinzu kommen dann die Bedenken und Ängste, ob die Kinderwunschbehandlung den gewünschten Erfolg bringt und ob die Frauen alles richtig machen, um ihre Chancen auf ein Kind zu erhöhen." Die Metastudie zeigte nun, dass Sorgen, die im Vorfeld einer Fruchtbarkeitsbehandlung auftraten und egal welcher Natur sie waren, keinen signifikanten Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft hatten. Die Wissenschaftler konnten dahingehende keine Unterschiede zwischen Frauen die schwanger wurden und jenen, bei denen keine Schwangerschaft eintrat, feststellen. Publikation: http://www.bmj.com/content/342/bmj.d223 Weitere Meldungen zum Thema:
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