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15.03.2011 Ausbleiben der ersten Regelblutung sollte Arzt abklären Der Menstruationszyklus kann bei heranwachsenden Mädchen für die Beurteilung des Gesundheitszustandes herangezogen werden und Hinweise auf Störungen und Erkrankungen geben. „Eine Untersuchung beim Gynäkologen ist dann wichtig, wenn eine 15-jährige noch nicht menstruiert oder 3 Jahre nach Einsetzen der Brustentwicklung keine Regelblutung eintritt", sagt Dr. Klaus König, Vizepräsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). „Das gilt auch, wenn bei Mädchen die Regel länger als 90 Tage ausbleibt, die Menstruation länger als 7 Tage dauert oder sie einen fast stündlichen Wechsel von Binden oder Tampons erfordert - also mit sehr starken Blutungen einhergeht." Unregelmäßigkeiten der Menstruation können beispielsweise durch hormonelle Ursachen wie Fehlfunktionen der Schilddrüse und Diabetes entstehen sowie durch Essstörungen, Stress oder Tumoren. Heranwachsende Mädchen und Eltern sind oft nicht damit vertraut, was ein gewöhnliches Menstruationsgeschehen ist und wie es sich von Zyklusstörungen absetzt. „Die Menstruation ist auch heute noch mit einem negativen Image verbunden, was sich unvorteilhaft auf den Wissensstand bezüglich des weiblichen Zyklus auswirkt", erläutert der niedergelassene Gynäkologe, der auch Landesvorsitzender des BVF in Hessen ist. „Junge Mädchen zögern oft, diese sehr private Angelegenheit mit ihren Eltern zu besprechen und auch vielen Eltern fällt dies umgekehrt nicht leicht. Hilfreich kann dann ein Besuch der Mädchensprechstunde beim Gynäkologen sein, bei der sich Mädchen aufklären lassen können", rät Dr. König. Bei den meisten Mädchen setzt die Regel zwischen dem 12. und 13. Lebensjahr ein. Im ersten Jahr sind die Menstruationszyklen oft noch unregelmäßig. Sie pendeln sich mit zunehmendem Alter auf Längen zwischen 21 - 45 Tage ein. Die Dauer der Blutung beträgt sieben Tage oder weniger und bedarf etwa 3-6 Binden oder Tampons pro Tag. „Grundsätzlich empfiehlt es sich für junge Mädchen, die Zeitpunkte der menstruellen Regel und die Stärke in einen Kalender einzutragen. Dies hilft den Körper besser kennen zu lernen und das persönliche Zyklusgeschehen einschätzen zu können. Zum anderen erleichtert es dem Gynäkologen die Beurteilung der Menstruationszyklen", empfiehlt der Frauenarzt. Die Pressemeldung des BVF ist mit Quellenangabe zur Veröffentlichung freigegeben.
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