Aktuelle Meldungen
|
21.02.2011 Zuviel Fruchtzucker erhöht das Gicht-Risiko für Frauen Frauen, die oft fruchtzuckerhaltige Getränke - wie mit Fructose gesüßte Softdrinks oder auch Orangensaft - konsumieren, haben ein erhöhtes Risiko, an Gicht zu erkranken. Zu diesem Ergebnis kommen US-Forscher um Hyon Choi von der Harvard Medical School in Boston, nachdem sie 78.906 Krankenschwestern über 22 Jahre hinweg beobachtet hatten (siehe JAMA 2010, Band 304(20), Seite 2314 ff.). Im Vergleich zu Frauen, die fructosehaltige Getränke meiden, erkrankten diejenigen, die ein fructosehaltiges Getränk pro Tag tranken, um 74 Prozent häufiger. Bei zwei oder mehr täglichen Getränken war das Risiko 2,4-fach erhöht. Vor allem für Diabetiker und insulinresistente Menschen wird Fruchtzucker (Fructose) manchen Lebensmitteln wie Softdrinks und Süßspeisen als Alternative zum Haushaltszucker (Glucose) zugesetzt, wobei beide Zuckerarten denselben Kaloriengehalt haben. Dabei stellt Fructose allerdings das einzige Kohlehydrat dar, das die Konzentration von Harnsäure im menschlichen Körper ansteigen lässt und damit das Gichtrisiko erhöht. Denn Fructose wird im Stoffwechsel durch das Enzym Fructokinase zu Fructose-1-Phosphat abgebaut. Die dabei freiwerdende Energie in Form von ATP wird zu AMP abgebaut, das einen Baustein bei der Harnsäuresynthese darstellt. Wenn sich Harnsäure im Körper ansammelt und nicht mehr ausreichend über die Nieren ausgeschieden werden kann, kristallisiert sie in Form von Nadeln aus, die sich in einzelnen Gelenken ablagern und dort heftige Schmerzen (das heißt einen Gichtanfall) verursachen können. Dass der häufige Genuss von fructosehaltigen Süßgetränken auch bei Männern das Gichtrisiko erhöht, haben Hyon Choi und seine Kollegen bereits vor zwei Jahren aufgezeigt: Bei einem Getränk am Tag stieg das Risiko der Männer um 45 Prozent, bei zwei Getränken um 85 Prozent (siehe BMJ 2008, Band 336, Seite 309 ff.). „Wir finden insbesondere gesüßte Softdrinks sehr bedenklich, deren Konsum in den letzten Jahrzehnten in den USA stark angestiegen ist", meint Hyon Choi. „Es ist gut möglich, dass dieser Anstieg dazu beigetragen hat, dass sich die Häufigkeit von Gichterkrankungen in unserer Gesellschaft im selben Zeitraum verdoppelt hat. Unsere Ergebnisse weisen darauf hin, dass das Gichtrisiko durch fructosehaltige Getränke mit demjenigen, bereits bekannten von alkoholischen Getränken vergleichbar ist. Ärzte und Patienten sollten diesen Zusammenhang auch kennen, zumal bisherige Empfehlungen zur Vorbeugung von Gicht ausschließlich auf die Reduktion von Purinen und Alkohol abzielen." Verbraucher sollten besser auf die Zutatenlisten von Lebensmitteln achten und möglichst nur geringe Mengen der mit Fruchtzucker gesüßten Lebensmittel verzehren, rät auch die Präsidentin der Bundesapothekerkammer, Erika Fink. Weitere Meldungen zum Thema:
|
Im Fokus
Rauchfrei Programm: zeitgemäße, erprobte Unterstützung bei Tabakabhängigkeit
|
Selbstuntersuchung der Brust
|
Waren Sie 2012 schon bei Ihrem Frauenarzt?
|
Schwangere Frauen gesucht
|
Forum beantwortet Fragen zur HPV-Impfung
Eltern und Jugendliche können im Internet persönliche Fragen zur HPV-Impfung und auch zum Impfen im Allgemeinen an Experten richten: www.impfenimdialog.de/ |
"Frauenkrankheiten" von A bis Z
|
Vorsorgeuntersuchungen und Krebsfrüherkennung
|
Zellauffälligkeiten am Gebärmutterhals
|
Sexualität - Das erste Mal
|
Pille vergessen - und jetzt?
|



Frauen, die oft fruchtzuckerhaltige Getränke - wie mit Fructose gesüßte Softdrinks oder auch Orangensaft - konsumieren, haben ein erhöhtes Risiko, an 

Rauchern kann heute eine erfolg- reiche Unter- stützung angeboten werden, langfristig ihren Tabakkonsumen zu beenden und zufrieden rauchfrei zu leben.
Lernen Sie das Gewebe Ihrer Brüste kennen. Nehmen Sie zunächst einfach nur Ihren Körper mit den unterschiedlichen Geweben und Strukturen wahr. Die Animation im Artikel kann Ihnen dabei behilflich sein.
Die jährliche Krebsfrüh- erkennung ist ein wichtiger Baustein der Gesundheitsvorsorge. Der beste Termin für den Abstrich am Gebärmutterhals ist die Zyklusmitte.
Die Uni Erfurt und das Robert-Koch-Institut führen eine Studie zu Gesundheitsentscheidungen durch uns suchen Teilnehmerinnen.
Die typischen Frauen- krankheiten betreffen die weiblichen Geschlechtsorgane und hängen meist stark mit dem Hormonhaushalt zusammen ...
Obwohl alle Kranken- versicherten Anspruch auf regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen haben, wird dieses Angebot in Deutschland erstaunlich wenig wahrgenommen. Dabei sind heute viele Erkrankungen bei rechtzeitiger Diagnose heilbar.
Was bedeutet der Pap-Befund und wie geht es bei Auffälligkeiten beim Abstrich weiter?
Offene Gespräche und eine gemein- same Vorbereitung sind für ein gelungenes „erstes Mal" wichtig.
Wurde die planmäßige Einnahme der Pille versäumt, sollte die fehlende Tablette am besten sofort nachgenommen werden. Ob zusätzlich verhütet werden muss erfahren Sie hier.