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20.12.2010

Studie: Mädchen sind häufiger depressiv als Jungen

Mädchen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren leiden eher als Jungen unter psychischen Problemen. Bei Jungs ist dafür Alkohol- und Drogenkonsum häufiger. Das sind erste Ergebnisse einer europaweiten Schulstudie, die die Universitätsklinik Heidelberg vorstellte. Danach berichteten rund ein Drittel der befragten Schülerinnen von Depressivität. 8% davon haben bereits versucht, sich umzubringen. Die Studie ist Teil eines europaweiten Projektes, das sich mit psychischen Problemen von Jugendlichen und Möglichkeiten der Prävention befasst.

12% der Jungen trinken demnach wöchentlich oder häufiger Alkohol, bei den Mädchen sind es nur knapp 6%. Ein weiteres Ergebnis der Heidelberger Untersuchung, für die 1.411 Schüler an 26 Schulen im Rhein-Neckar-Kreis befragt wurden: Ein Drittel aller Schülerinnen hat sich schon einmal absichtlich verletzt. Rund 18% der Mädchen und 8% der Jungen schneiden sich regelmäßig selbst in die Haut. Wie man selbstschädigendes Verhalten von Jugendlichen verhindern kann, soll in einem weiteren Teil der Studie geklärt werden, der noch nicht abgeschlossen ist.

Das Projekt „Saving und Empowering Young Lives in Europe" (SEYLE) wird von der Europäische Kommission mit rund drei Millionen Euro gefördert. Die Befragung startete im Januar 2010 in elf europäischen Ländern. Insgesamt werden in einem Zeitraum von einem Jahr mehr als 11.000 Schüler im Alter von 14 bis 16 Jahre befragt. Neben Deutschland beteiligen sich Irland, Frankreich, Spanien, Italien, Österreich, Slowenien, Ungarn sowie Rumänien, Estland und Israel an der Studie.



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