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27.12.2010

Unicef: In fünf Jahren soll kein Kind mehr mit HIV geboren werden

Schon in fünf Jahren soll kein Baby mehr mit dem Aidserreger HIV zur Welt kommen - das hält das UN-Kinderhilfswerk Unicef für realistisch. Die Übertragung des Virus von Mutter zu Kind lasse sich bis 2015 weltweit eliminieren, wenn die Anstrengungen jetzt verstärkt würden, betont Unicef in einem Report, der zum Weltaidstag vorgestellt wurde. „Jeden Tag werden 1000 Babys mit HIV geboren", sagte Unicef-Deutschland- Geschäftsführer Christian Schneider in Köln. „Diese Zahl sollte Null sein."

Mit Medikamenten lässt sich die Ansteckung von Mutter zu Kind nahezu sicher vermeiden. Die Zahl HIV-infizierter Schwangerer, die mit diesen Präparaten versorgt werden, ist seit 2005 von 15 auf 53 Prozent im vergangenen Jahr gestiegen. Unicef hat nach eigenen Angaben ein Medikamenten-Set mitentwickelt, mit dem sich die schützenden Mittel einfacher als früher auch in entlegenen Gebieten an Mütter verteilen ließen. Das Kinderhilfswerk hofft, das 2015 nahezu alle infizierten Schwangeren weltweit die Medikamente bekommen.

Weltweit leben 33,4 Millionen HIV-infizierte Menschen, darunter waren rund 2,5 Millionen Kinder. Mehr als die Hälfte der infizierten Kinder stirbt ohne Behandlung noch vor dem zweiten Lebensjahr, wie das UN-Kinderhilfswerk betonte. Dabei gibt es Medikamente, die lebensrettend sind. Sie stehen aber - trotz eines Anstiegs - immer noch nur 356 400 Jungen und Mädchen zur Verfügung. Nur gut ein Viertel (28 Prozent) der Kinder, die laut WHO eine Behandlung braucht, bekommt diese auch. Bei den Erwachsenen erhalten inzwischen immerhin 37 Prozent die nötigen Medikamente.

Quelle: dpa



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