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18.09.2006

Depressionen durch Hormonschwankungen

Frauen erkranken etwa doppelt so häufig an Depressionen wie Männer. Dafür werden einerseits biologische Unterschiede im Nervensystem und eine unterschiedliche Wahrnehmung von Krankheitsanzeichen zwischen Frauen und Männern verantwortlich gemacht. Andererseits weiß man, dass auch hormonelle Schwankungen psychische Veränderungen hervorrufen können. Darunter fällt beispielsweise das regelmäßige Auf und Ab der Hormonspiegel während des Menstruationszyklus. Doch auch durch eine Schwangerschaft, die Geburt oder den Eintritt in die Wechseljahre kann das seelische Gleichgewicht auf Grund von Änderungen im Hormonhaushalt ins Wanken geraten. Nicht selten resultieren daraus depressive Verstimmungen oder sogar eine Depression.

In den Tagen vor der Regelblutung leiden viele Frauen unter Befindlichkeitsstörungen. In schweren Fällen, etwa bei drei bis fünf Prozent der Frauen, treten auch depressive Verstimmungen, Reizbarkeit und Wut auf. Auch in den ersten Wochen bis Monaten nach einer Geburt sind Depressionen bei etwa zehn bis 15 Prozent der Frauen zu beobachten. Man spricht in diesem Fall von der so genannten Wochenbettdepression.

Anzeichen einer Depression sind oftmals uncharakteristische Symptomen wie anhaltende Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, schlechte Laune, innerliche Leere, nachlassendes sexuelles Interesse, Antriebslosigkeit und Ziellosigkeit. Doch nicht jede gedrückte Stimmung ist sofort eine Depression und damit behandlungsbedürftig. Daher muss jedes depressive Krankheitsbild von vorübergehenden „normalen" Verstimmungszuständen und von echter Trauer abgegrenzt werden. Da die Übergänge fließend sind, ist es sinnvoll, frühzeitig einen Facharzt zu Rate zu ziehen.

Weitere Informationen zu Depressionen finden Sie unter http://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.de

 


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