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Neugeborenen-Versorgung


Nach der Geburt, die immer ein einschneidendes Erlebnis darstellt, steht für die Eltern zunächst die Emotionalität des Augenblicks sowie das Kennenlernen von Mutter (respektive Vater) und Kind als prägender Moment im Vordergrund.

Die Geburt fordert vom Neugeborenen eine erhebliche Anpassungsleistung an das Leben außerhalb des Mutterleibes. Dies verläuft beim reifen Kind, das anpassungsfähig und ohne Komplikation geboren wurde, meist ohne Probleme.

Doch sollte unmittelbar nach der Geburt eine Soforteinschätzung vorgenommen werden, um eventuell notwendige Maßnahmen, die für die Gesundheit des Kindes unerlässlich sind, einleiten zu können. Anhand einer Kontrolle der Atmung, des Herzschlags und der Hautfarbe kann eine erste Einschätzung über den Zustand des Säuglings erfolgen. Das unauffällige Neugeborene wird zur ersten Kontaktaufnahme (meist nach Abtrocknen und Abnabeln, manchmal auch bereits vorher) der Mutter überlassen. Will die Mutter stillen, ist jetzt ein erstes Anlegen sinnvoll (Bonding).

Die Ansichten, über den besten Abnabelungszeitpunkt, gehen auseinander. Bei reifen Kindern nach komplikationsfreier Geburt kann man die Nabelschnur auspulsieren lassen, was etwa 15 bis 25 Minuten dauern kann. Erst danach erfolgt die Abnabelung, wenn gewünscht durch den Vater. Dieser Zeitpunkt wird als Geburtszeit notiert. Wurde das Kind weit vor seinem eigentlichen Termin geboren oder liegt Handlungsbedarf (beispielsweise durch eine Blutgruppenunverträglichkeit) vor, wird die Abnabelung sofort vorgenommen.

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