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Nachsorge & Rückbildung


Eine Geburt fordert der Mutter nach der ebenfalls anstrengenden Schwangerschaft oftmals ihre letzten Kräfte ab. Es ist kein Wunder, dass nach diesen körperlichen Anstrengungen meist erst mal eine starke Erschöpfung eintritt, die bis zu einer Woche andauern kann. Wichtig ist es jetzt, sich soweit als möglich auszuruhen und neue Kräfte zu sammeln. Es gibt Dinge, um die sich andere kümmern könnten - z. B. den Haushalt, den Einkauf etc. Im Prinzip alles, was nicht direkt mit dem Neugeborenen oder eigenen Bedürfnissen zu tun hat.

Lassen Sie dies durch hilfsbereite Personen erledigen. Nehmen Sie alle Hilfe an, die Ihnen angeboten wird. Schön ist es, wenn der Vater in dieser ersten stressigen Zeit Urlaub bzw. freie Zeit hat und zu Hause ist. So kann sich das Paar an die Situation mit dem neuen Mitbewohner gewöhnen.

Der Säugling verlangt der Mutter alle verbliebene Energien ab. Auch das Stillen an sich ist zeit- und kraftraubend und wird die Mutter viel Zeit des Tages beschäftigen. Schlafmangel tut das Übrige. Stellen Sie sich darauf ein, dass es einige Zeit dauert, bis sich beim Neugeborenen ein regelmäßiger Schlafrhythmus einpendelt. Es braucht auch einige Zeit, bis sich beim Kind ausreichende Reserven gebildet und sich das Verdauungssystem soweit entwickelt hat, dass es nicht mehr so oft pro Nacht gestillt werden muss. Bis dahin heißt es vermutlich mehrmals pro Nacht aufstehen.

Entlastung schafft hier bereits, wenn die Mutter nicht immer selbst aufstehen und den Säugling zu sich holen muss, sondern wenn der Partner ihr das Kind zum Stillen ans Bett bringt. Diese Tätigkeit ist im Prinzip das Einzige, was der Mutter nicht abgenommen werden kann - vorausgesetzt natürlich, es wird wie empfohlen, ausschließlich gestillt. Beim Füttern des Flaschenkindes besteht nicht die Notwendigkeit, dass ausschließlich die Mutter anwesend ist. Auch das Herumtragen des Kindes, wenn es weint, sei es aus Bauchschmerz oder Müdigkeit oder anderen für die Eltern unerfindlichen Gründen, kann selbstverständlich vom Partner oder anderen Personen übernommen werden. Man weiß heute, dass Säugling und Kleinkind zu mehrere Bezugspersonen nebeneinander enge Beziehungen haben können und sie diese sogar recht schnell unterscheiden lernen.

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