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Nachsorge & Rückbildung

Das Wohlbefinden der Mutter


Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung und während der Stillphase auf eine regelmäßige Flüssigkeitszufuhr von möglichst drei Litern Wasser am Tag.

Versuchen Sie, sobald als möglich, den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen. Die Muskeln des Unterleibes sind nach Schwangerschaft noch schlaff und benötigen einige Monate, bis sie wieder in ihre alte Form zurückkehren. Die so genannte Rückbildungsgymnastik fördert die Rückbildung der inneren Organe und bringt die überdehnten Muskeln, insbesondere die Bauch- und Beinmuskulatur, wieder in Form. Beginnen Sie langsam mit leichten Übungen und übertreiben Sie nicht.

Bei einem Kaiserschnitt sollten Sie etwas länger warten. Verzichten Sie 4 bis 6 Wochen auf körperliche Anstrengung, insbesondere auf Beanspruchung der Bauchmuskulatur. Nach einem Dammschnitt (Episiotomie) sollten Sie ebenfalls warten, bis die Naht verheilt ist. Bei einer normalen Geburt kann man bereits wenige Tage nach der Geburt beginnen, die Beckenbodenmuskulatur  zu trainieren. Das hilft, die Scheidenmuskulatur zu straffen und regt die Verdauung an.

Nach der Geburt treten häufig Probleme in Zusammenhang mit dem Beckenboden auf. So können beispielsweise manche Frauen das Wasser nicht mehr vollständig zurückhalten (Inkontinenz); besonders beim Lachen, Husten oder Niesen gehen kleine Mengen Urin ungewollt ab (Stessinkontinenz). Andere wiederum haben Schwierigkeiten mit dem Wasserlassen. Das verliert sich meist nach einiger Zeit wieder, und kann mit entsprechenden Übungen beschleunigt werden.

Versuchen Sie, sobald es geht, sich wieder so viel wie möglich zu bewegen. Bereits einige Wochen nach der Geburt können Sie durch Spazieren gehen die tägliche Bewegung mit dem frische Luft schnappen verbinden. Auch Ihrem Kind wird das tägliche Ausfahren gut tun.

Wundern Sie sich übrigens nicht, wenn Sie auch nach der Geburt noch aussehen, als wären Sie im sechsten Monat schwanger. Dazu trägt, neben der erschlafften Bauchmuskulatur in den ersten Tagen und Wochen noch die vergrößerte Gebärmutter bei. Die Rückbildung der Gebärmutter ist ein Prozess und kann mittels Tastuntersuchung kontrolliert werden. Der Stand des Gebärmutterfundus sollte sich direkt nach der Geburt 1 bis 2 Querfinger (QF) unterhalb des Nabels befinden, am 1. Tag nach der Geburt 1 QF oberhalb, am 5. Tag zwischen Nabel und Symphyse und 10 Tage nach der Geburt knapp oberhalb der Symphyse.

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