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Menstruationsstörungen werden auch Blutungs- oder Zyklusstörungen oder Blutungsanomalien genannt |
Menstruationsstörungen, auch Blutungs- oder Zyklusstörungen oder Blutungsanomalien genannt, gelten als „Abweichungen" von einer normalen, regelmäßigen
Menstruationsblutung. Die Ausprägung kann dabei sehr unterschiedlich sein: Bei den so genannten Regeltempostörungen schwanken die Intervalle zwischen den Blutungen (zu häufige oder zu seltene Blutungen). Sind die Blutungen selbst jenseits der
„Norm", also zu stark, zu schwach, zu lang oder zu kurz, dann ist folglich das Blutungsmuster verändert. Man spricht von Regeltypusstörungen. Weiterhin kann die Regel komplett ausbleiben, sehr unregelmäßig sein, lange anhalten oder es können Zusatzblutungen auftreten. Für die zahlreichen Ausprägungen von Menstruationsstörungen gibt es auch mannigfaltige Ursachen. Hinter Blutungsstörungen können die verschiedensten organischen oder hormonellen Faktoren stehen, z. B. Erkrankungen der Geschlechtsorgane (
Myome,
Polypen,
Gebärmutter- oder
Scheidenkrebs),
Über- oder
Unterfunktion der Schilddrüse,
Diabetes oder
Leber- und
Nierenerkrankungen. Ebenso beeinflussen Klimaumstellungen, Über- oder Mangelernährung sowie Leistungssport den Hormonhaushalt und sich so auf die Menstruation auswirken. Häufig sind die Gründe für Blutungsstörungen auch im Bereich der Psyche zu finden: Im Zyklusgeschehen spiegelt sich vielfach das seelische Befinden wider. Stress, Konflikte in der Partnerschaft und im Sexualleben oder ein
unerfüllter Kinderwunsch - all das kann zum Tragen kommen.
Zur Behandlung von Blutungsstörungen stehen zunächst verschiedene Medikamente zur Verfügung. Das behandelt die Symptome, nicht jedoch die Ursachen. Um Blutungsstörungen dauerhaft zu beheben, müssen die Auslöser für die Unregelmäßigkeiten im Menstruationszyklus erkannt und therapiert werden.