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Menstruationsstörungen

Hypermenorrhoe - Verstärkte Regelblutung


Allgemeines

Die Hypermenorrhoe ist eine verstärkte Blutung. Der Blutverlust beträgt mehr als 150 Milliliter. Man spricht von einer Hypermenorrhoe, wenn täglich mehr als 5 Monatsbinden verbraucht werden oder ein Tampon in weniger als 2 Stunden vollgesogen ist und im Menstruationsblut größere Blutkoagula (Klümpchen) vorhanden sind.

Ursachen

Zu 80% werden solcherart verstärkte Regelblutungen durch organische Ursachen wie Myome, Endometriose, Eileiterentzündung oder Gebärmutterentzündung, Polypen, Gebärmutterkrebs oder die Spirale hervorgerufen. Aber auch Stress und andere Erkrankungen der inneren Organe wie Gerinnungsstörungen, Nieren- oder Leberinsuffizienz und Bluthochdruck können eine Hypermenorrhoe auslösen.

Erkennung

Zunächst wird der Arzt in einem Gespräch die Krankengeschichte erfragen. Durch die Information, wie viele Binden und Tampons benötigt werden, kann er einen Hinweis auf die Stärke der Erkrankung bekommen. Durch eine Ultraschalluntersuchung lässt sich eine organische Ursache meist schnell feststellen. Auch hormonelle Ursachen wie beispielsweise ein Gestagenmangel können eine verstärkte Regelblutung bewirken. Findet der Frauenarzt keine Ursachen, sollte z. B. ein Internist zu Rate gezogen werden.

Therapie

Die Therapie muss uraschenbezogen erfolgen. Sind Myome die Ursache der Hypermenorrhoe, so kann wie bei Polypen auch eine operative Behandlung notwendig sein. Auch eine Ausschabung der Gebärmutter kann die Beschwerden verringern. In sehr schweren Fällen wird heute auch die Gebärmutterschleimhaut mit Laser oder Hitzebehandlung abgetragen. Diese Behandlung ist allerdings mit Risiken behaftet. Sie sollte nur von erfahrenen Spezialisten und auch nur dann durchgeführt werden, wenn die Betroffene keine Kinder mehr möchte und das vollständige Ausbleiben der Regelblutungen in Kauf nehmen würde.

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