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Magersucht

Was ist Magersucht (Anorexia nervosa)?


Ob sie einem gesellschaftlichen Schönheitsideal nacheifern oder mit den Veränderungen ihres Körpers nicht zurechtkommen - mit harmlosen Diäten fängt es bei den meisten Betroffenen an: Rund 800.000 Menschen in Deutschland leiden an Magersucht (Anorexia nervosa). 95% von ihnen sind weiblich und die meisten zwischen 15 und 25 Jahre alt, nur 5% der Magersüchtigen sind Jungen oder Männer.

Beinahe zwei Drittel der Deutschen haben bereits als Teenager Erfahrung mit Diäten gemacht. Das Erfolgserlebnis, dem eigenen Körper etwas abringen zu können - hier sind es Kilos - steigert das Selbstwertgefühl. Für die Magersüchtigen wird das Thema Abnehmen zum einzigen Lebensinhalt. Sie unterdrücken ihren Hunger, treiben übermäßig viel Sport und helfen manchmal sogar mit Abführmitteln oder Appetitzüglern nach. Lebensgefährlich wird es, wenn sie den Blick für die Realität verlieren und weiter hungern, obwohl sie offensichtlich schon unterernährt sind.

Magersüchtige zeigen oft ähnliche Charaktereigenschaften: Sie sind introvertiert und extrem harmoniebedürftig, aber auch sehr ehrgeizig und perfektionistisch. Sie verfolgen hartnäckig ihre Ziele, sind fleißig und oft sehr intelligent. Studien weisen darauf hin, dass die Veranlagung zur Magersucht erblich sein könnte.

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