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Magersucht

Prognose & Verlauf


Magersucht wird selten vollständig geheilt, etwa die Hälfte der Betroffenen bleibt ein Leben lang essgestört. Bei etwa 20% entwickelt sich ausgehend von einer Magersucht eine andere Form der Ess-Störung: Bulimie. Hierbei stopfen sich die Kranken während Heißhungerattacken mit Essen voll, um anschließend alles wieder gewollt zu erbrechen. Ohne rechtzeitige Behandlung sterben knapp 10% der Magersüchtigen an Unterernährung.

Nach einer Therapie schaffen es rund ein Drittel der Betroffenen, das Normalgewicht wieder zu erlangen und zu halten, das zweite Drittel nimmt zwar zu, bleibt aber sein Leben lang untergewichtig. Ein Viertel leidet chronisch unter Magersucht. Zirka 5% sterben an Austrocknung oder akutem Organversagen.

Je jünger die Patienten sind und je früher sie sich in Therapie begeben, desto besser sind ihre Chance auf Heilung. Die Erfolgsaussichten sinken jedoch, je niedriger das Ausgangsgewicht ist und je länger die Ess-Störung anhält. Bei chronisch Magersüchtigen steigt die Todesrate nach einem Jahrzehnt auf 15%.

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