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Magersucht

Krankheitsbild


Magersüchtige nehmen ihren Körper nicht mehr richtig wahr - ihr Ziel ist es abzunehmen. Selbst wenn sie schon objektiv betrachtet untergewichtig sind, finden sich Magersüchtige immer noch zu dick. Um ihr Hungergefühl zu unterdrücken, trinken sie Unmengen Wasser. Außerdem meiden sie kalorien- und fettreiche Nahrung (Butter, Milchprodukte, Süßigkeiten, Fleisch etc.), essen sehr kleine Portionen und extrem langsam. Sie essen immer seltener in Gesellschaft und lügen häufig bezüglich ihres Essverhaltens. Gleichzeitig treiben Magersüchtige übermäßig Sport, nicht selten sind sie sogar Leistungssportler oder Tänzer.

Man unterscheidet zwei Arten von Magersüchtigen: Der restriktive Typ verringert sein Gewicht allein durch Fasten und Sport. Der purging-Typ benutzt zusätzlich gewichtsreduzierende Mittel wie Appetitzügler oder Abführmittel.

Eine Magersucht liegt spätestens dann eindeutig vor, wenn bei Frauen die Regel ausbleibt oder die Betroffenen auf Grund des Untergewichts sexuell nicht mehr aktiv sind. Magersüchtige sind häufig depressiv und selbstmordgefährdet. Eine ärztliche Kombibehandlung durch Frauenärzte und Psychiater ist dringend erforderlich.

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