Konisation
Was ist eine Konisation?
Mit Konisation bezeichnet man das kegelförmige Ausschneiden der Portio (Mündung des Gebärmutterhalses in die Scheide) mittels Laser oder Skalpell. Der Eingriff ist klein, relativ komplikationslos und erfolgt von der Scheide her. Da er unter kurzer Vollnarkose vorgenommen wird, bleiben die Patientinnen für gewöhnlich ein oder zwei Tage im Krankenhaus. Je nach Alter und Familienplanung der betroffenen Frau schneidet der Operateur einen flacheren oder steileren Kegel aus dem Gebärmutterhals heraus. Häufig schabt er auch gleich die Gebärmutterschleimhaut aus, um eine Ausdehnung der Veränderungen auf das Innere der Gebärmutter auszuschließen. Die Gewebsschnitte werden in jedem Fall anschließend im Labor feingeweblich und mikroskopisch ausgewertet.
Die Konisation gilt als sicherste Form der Gewebeentnahme am Muttermund. Da sich Gebärmutterhalskrebs sehr langsam entwickelt, reicht die Konisation oft zur vollständigen Heilung aus - vorausgesetzt sie wird frühzeitig genug durchgeführt.
In den ersten zwei Tagen nach dem Eingriff kann es zu stärkeren Blutungen kommen. Weitere Blutungen treten unter Umständen auf, wenn der Wundschorf abgeht (sechs bis acht Tage nach dem Eingriff). Selten leiden Frauen nach einer Konisation unter Sterilität, weil der Gebärmutterhals vernarbt bzw. verklebt ist, oder in der Schwangerschaft an Gebärmutterhalsschwäche.
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