Frauenärzte im Netz

Körperliche Veränderungen

Auswirkungen auf den Körper


Würde durch die Hormonumstellung in den Wechseljahren lediglich die Fortpflanzungsfunktion verloren gehen, würden viele Frauen diesem Lebensabschnitt sicherlich nicht so viel Bedeutung beimessen. Doch da eine normale Östrogenproduktion sich auf verschiedene Organe und Gewebe auswirkt, beeinträchtigt eine Abnahme oder ein Ausfall der Produktion während der Wechseljahre die angesprochenen Organe und Gewebe.

Wirkungen von Östrogenen und Gestagen (Gelbkörperhormon):

 

Wirkung auf:

Östrogene

Gestagen (Gelbkörperhormon)

Haut

fördern die Wassereinlagerung in der Haut und im Gewebe sowie die Bildung bestimmter Eiweißstoffe und somit eine glatte Haut

vermindert die Durch­blu­tung der Haut, senkt die Hauttemperatur, und reduziert dadurch die Wärmeabstrahlung

Blutgefäße / Herz-Kreislauf-System

erweitern die Blutgefäße und senken damit den Blutdruck. Daraus resultiert während der fruchtbaren Jahre ein Schutz vor Herzinfarkt

erweitert die Venen und verengt die Arterien (Effekt wird vom Östrogeneffekt überlagert)

Nervensystem

wirken stimmungsaufhellend

wirkt beruhigend

Fettstoffwechsel

stellen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen (dem „guten") HDL- und (dem „schlechten") LDL-Cholesterin her

kein Einfluss

Zuckerstoffwechsel

haben eine günstige Wirkung auf den Blutzuckerspiegel. Sie sorgen einerseits dafür, dass die Zellen nicht resistent gegen Insulin werden, andererseits dafür, dass der Blutzuckerspiegel nach einer Mahlzeit nicht zu stark ansteigt (verbesserte Glukosetoleranz)

hat kaum Einfluss
auf den Zuckerstoffwechsel

Lunge

bewirken eine Zunahme der Lungenfunktion

fördert die Atemtiefe und Atemfrequenz

Knochen

hemmen die Osteoklastenaktivität und damit den Knochenabbau und stimulieren gleichzeitig die Osteoblasten, die für den Knochenaufbau zuständig sind

kein Einfluss

Darm

verstärken die Darmbewegungen und fördern somit eine gute Darmfunktion

vermindert die Darmbewegungen, was Verstopfungen fördert.

Die körperlichen Veränderungen treten normaler Weise nicht von einem auf den anderen Tag auf. Sie gehen über viele Jahre mit dem Abfall des Hormonspiegels einher und können sich bei jeder Frau unterschiedlich stark bemerkbar machen.

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