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Impfungen bei Kinderwunsch

Windpocken


Die Windpocken (Varizellen) sind eine durch Viren ausgelöste und per Tröpfcheninfektion übertragene Erkrankung. Auf Grund der hohen Ansteckungsfähigkeit dieser Viren, die auch über einige Meter in der Luft übertragen werden können, wurde die Krankheit „Wind"pocken genannt. Die meisten Kinder erkranken bereits im Vorschulalter. Typisch für Windpocken sind die etwa reiskorngroßen, flüssigkeitsgefüllten, stark juckenden Bläschen und Pusteln am ganzen Körper. Eine durchgemachte Windpocken-Erkrankung hinterlässt eine lebenslange Immunität.

Infiziert sich eine Schwangere mit Windpocken, kann das ungeborene Kind schwere Schädigungen davontragen. Das Risiko dafür ist bis zur 21. Schwangerschaftswoche besonders groß. Gefährlich sind Windpocken vor allem dann, wenn sie um den Geburtstermin herum (ca. fünf Tage vor und zwei Tage nach der Geburt) ausbrechen. Ohne Behandlung sterben etwa ein Drittel der Neugeborenen dann innerhalb der ersten drei bis zehn Tage nach der Geburt. Daher sehen Richtlinien die Untersuchung aller Frauen auf Windpocken-Antikörper vor, die neuerdings meistens zusammen mit der Untersuchung auf Rötelnschutz vom Frauenarzt veranlasst wird.  Frauen, die nicht über einen Schutz verfügen, werden zweimalig im Abstand von mindestens 6 Wochen, gegen Windpocken geimpft.

Da es sich bei der Windpockenimpfung um einen Lebendimpfstoff handelt, wird aus Sicherheitsgründen empfohlen, die Impfung möglichst 3 Monate vor einer Schwangerschaft durchzuführen.

Bei versehentlicher Impfung mit Lebendimpfstoffen in einer bestehenden Schwangerschaft wurde bislang jedoch keine Schädigung des Kindes festgestellt. Dennoch ist die Anwendung von Lebendimpfstoffen in einer Schwangerschaft untersagt.

Die Impfung gegen Windpocken wird einzeln verabreicht.

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