Frauenärzte im Netz

Mitglied der Ärzte im Netz

Humane Papillom Viren (HPV)

Humane Papillomviren (HPV)


Humane Papillomviren gehören zur Familien der Papova-Viren. Mehr als 200 unterschiedliche Papillomviren sind bisher bekannt, von denen etwa 120 näher charakterisiert werden konnten. Grundsätzlich unterscheidet man Virustypen, die verhornendes Epithel infizieren und untersschiedliche Formen der kutanen Papillome (Warzen) hervorrufen können (kutane Typen) von Papillomviren, die vor allem die Schleimhäute infizieren (Mukosatypen). Die Mukosatypen werden wiederum unterteilt in so genannte Niedrigrisikotypen und Hochrisikotypen. Die Hochrisikotypen sind maßgeblich an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) beteiligt. Etwa 70% der Gebärmutterhalskrebs-Erkrankungen werden allein durch die HPV-Typen 16 und 18 ausgelöst. Weitere Hochrisikotypen sind HPV31, 33, 35, 39, 45, 51, 52, 56, 58, 59, 68, 73 und 82. Des Weiteren können Hochrisikotypen auch an der Entstehung von anderen Krebsarten, wie Scheidenkrebs, Krebs der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane (Vulvakrebs), Krebs der Analschleimhaut (Anuskrebs), und Peniskrebs beteiligt sein. Dagegen sind die Niedrigrisikotypen die Ursache für nicht bösartige Kondylome (vor allem HPV6 und 11, aber auch HPV40, 42-44, 54, 61, 70, 72, 81) im Genitalbereich. Genitalwarzen sind keine Vorstufe von Gebärmutterhalskrebs!

Artikel drucken   Artikel empfehlen

Zum Thema