Humane Papillomviren bzw. HPV
HPV verursacht Gebärmutterhalskrebs
Der Gebärmutterhals ist die Verbindung zwischen dem unteren Bereich der Gebärmutter zur Scheide. Dort kann eine Krebserkrankung, das so genannte Zervixkarzinom, auftreten. Voraussetzung für die Entstehung eines Zervixkarzinoms ist eine Ansteckung und langjährige Infektion mit bestimmten krebsauslösenden Humanen Papillomviren. Sie werden meist beim Geschlechtsverkehr durch direkten Haut- oder Schleimhautkontakt übertragen.
Animation: Entstehung von Gebärmutterhalskrebs
Etwa 80% aller sexuell aktiven Menschen machen mindestens einmal in ihrem Leben eine HPV-Infektion durch. Eine Infektion wird nur in sehr seltenen Fällen von Symptomen begleitet. Bei 90% der infizierten Frauen heilen diese Infektionen in einem Zeitraum von bis zu 2 Jahren ohne Therapie und ohne Folgen aus. Etwa 10% der betroffenen Frauen bleiben dauerhaft infiziert und können Zellveränderungen am Gebärmutterhals entwickeln. Nur etwa 1-3% dieser Zellveränderungen entwickeln sich über einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren zu einem Gebärmutterhalskrebs - die übrigen heilen meist ohne Therapie aus.
Inzwischen gibt es eine Impfung gegen Humane Papillomviren, die vor den beiden häufigsten Erregern - 16 und 18 - schützt. Dadurch können Krebsvorstufen und damit Krebs am Gebärmutterhals, der durch die beiden HPV-Typen ausgelöst wird, wirksam verhindert werden.
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