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Hormonersatztherapie

Das Mittel der Wahl


Die Hormonersatztherapie ist ein wichtiger Baustein im Gesamtkonzept zum Erhalt von Lebensqualität und Leistungsfähigkeit in den Wechseljahren. Seit über 40 Jahren wird die Hormonersatztherapie (HRT) bei dem Gesamtspektrum der Wechseljahresbeschwerden und zur Vorbeugung von Osteoporose eingesetzt. In 95% der Fälle werden die Symptome bereits nach spätestens 4 bis 8 Wochen deutlich gelindert oder beseitigt.

Bei der Hormonersatztherapie wird der in den Wechseljahren entstehende Hormonmangel künstlich ausgeglichen. Eine Hormonersatztherapie verfolgt nicht das Ziel, die bisherige Hormonkonzentration im Körper wieder herzustellen, sondern will gezielt die östrogenmangelbedingten Beschwerden und Krankheiten der Wechseljahre beseitigen oder - wenn frühzeitig begonnen wird - sogar verhindern.

Bevor eine Hormonersatztherapie durch den Frauenarzt empfohlen wird, ist eine umfassende gynäkologische Untersuchung, eingehende Befragung und Beratung der Patientin sowie eventuell eine Bestimmung des Hormonspiegels mittels Blutuntersuchung unerlässlich. Arzt und Patientin werden gemeinsam Nutzen und Risiko abwägen.

Zwei Grundsätze wird der Gynäkologe bei der Hormonersatztherapie immer beachten: die niedrigste effektive Dosis kommt während der individuell erforderlichen Behandlungsdauer zum Einsatz. Es sollte zudem jährlich eine Bewertung der Einnahme erfolgen.

Auch wenn die HRT auf Grund vermeintlicher Risiken immer wieder einmal Diskussionsgegenstand zwischen Befürwortern und Gegnern und dadurch auch in den Medien ist, hat diese Therapie doch das günstigste Nutzen-Risiko-Profil; vor allem dann, wenn rechtzeitig mit der Therapie begonnen wird. Dann ist nämlich der Körper nicht schon durch jahrelanges Östrogendefizit negativ verändert.

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