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HIV und AIDS

Was ist HIV & Aids?


Das Acquired Immunodeficiency Syndrome kurz AIDS genannt, steht für einen erworbenen Immundefekt. Das bedeutet, dass die Abwehrfähigkeit des Körpers gegenüber Krankheitserregern wie beispielsweise Viren oder Bakterien herabgesetzt ist. AIDS nennt man die Krankheit, die durch HIV ausgelöst wird. Dabei steht HIV oder auch HI-Virus für Human Immunodeficiency Virus, was aus dem Englischen übersetzt „menschliches Immundefekt-Virus" bedeutet.

Das Virus schädigt das Immunsystem, indem es unter anderem bestimmte Zellen des Immunsystems, die so genannten T-Helferzellen befällt und sich in ihnen vermehrt. Wenn das Virus in den Körper gelangt, reagiert dieser mit einer Abwehrfunktion. Die dabei gebildeten Antikörper können das Virus allerdings nicht vernichten; die Infektion schreitet weiter fort.

Das HI-Virus wird in erster Linie bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr, mit einer erkrankten Person übertragen. Weitere Möglichkeiten sich anzustecken sind durch kontaminiertes Blut, verunreinigte Nadeln oder Spritzen. Auch erkrankte und unbehandelte Mütter können das Virus in der Schwangerschaft, bei der Geburt und beim Stillen an ihre Kinder weitergeben.

Mit Bekanntwerden von AIDS im Jahre 1981 wurden bis Dezember 1996 in den USA weit mehr als 581 000 Erkrankungen und 357 000 Todesfälle gezählt. In Deutschland wird die Zahl von HIV-Infizierten auf rund 44 000 Menschen geschätzt; jährlich kommen etwa 2000 neue Fälle hinzu. Weltweit sind über 39 Millionen Menschen an dem AIDS-verursachenden HI-Virus erkrankt. Damit ist AIDS zu einer globalen Epidemie geworden, die trotz umfangreicher Aufklärung noch immer eine steigende Tendenz aufweist.

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