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Hepatitis

Was ist Hepatitis?


Die Leber ist eine etwa 1,5kg schwere Drüse  
Die Leber ist eine etwa
1,5kg schwere Drüse
Als Hepatitis werden alle entzündlichen Erkrankungen der Leber bezeichnet. Die Leberzellen werden durch die Entzündung geschädigt und die Funktion der Leber beeinträchtigt. Hepatitis kann durch verschiedene Faktoren hervorgerufen werden: Viren, Bakterien, Parasiten, Alkoholmissbrauch, Medikamente, aber auch Chemikalien.

Am häufigsten wird eine Hepatitis durch Viren verursacht. Zur Zeit sind fünf Virustypen bekannt, die für die so genannten Virus-Hepatitiden verantwortlich sind.

Diese Viren wurden von den Wissenschaftlern alphabetisch mit den Buchstaben A bis E bezeichnet und geben der jeweiligen Hepatitis-Erkrankung ihren Namen. Bei der früher als eigenständige Krankheit ausgewiesenen Hepatitis F handelt es sich um eine Variante des Hepatitis B-Virus. Auch die früher erwähnte Hepatitis G wird nicht mehr als eigenständige Erkrankung gesehen und heute als GB-Virusinfektion bezeichnet. Man kann diesen Virustyp zwar nachweisen, aber keiner Erkrankung zuordnen. Von den ursprünglich bekannten sieben Virustypen sind also die 5 wichtigen oben erwähnten Typen verblieben. Diese Erreger sind in Aufbau und Eigenschaften sehr verschieden. Dadurch erklären sich auch die verschiedenen Übertragungswege der einzelnen Virustypen sowie die unterschiedlich große Ansteckungsgefahr:

  • Hepatitis A: Die Ansteckung erfolgt fäkal-oral, d. h. durch Kontakt zu Ausscheidungen infizierter Personen, engen Personenkontakt oder durch mit verunreinigtem Wasser zubereitete Lebensmittel.


  • Hepatitis B: wird durch Blut, Blutprodukte, Speichel oder andere Körperflüssigkeiten auf dem Blutweg oder sexuell übertragen.


  • Hepatitis C: wie Typ B, wird allerdings ganz überwiegend auf dem Blutweg übertragen.

  • Hepatitis D: Die Ansteckung erfolgt ebenfalls wie bei Typ B, der Typ D kann aber nur bei Patienten auftreten, die bereits mit dem Hepatitis B-Virus infiziert sind

  • Hepatitis E: wie Typ A

Bricht die Krankheit aus und zeigt der Patient die oben beschriebenen Symptome, spricht man von einer akuten Hepatitis. Heilt eine Hepatitis nicht vollständig aus, wird sie chronisch genannt. Dies kann auch geschehen, ohne das jemals akute Krankheitsanzeichen aufgetreten sind. Von einer chronischen Hepatitis spricht man, wenn die Viren des entsprechenden Typs auch noch nach 6 Monaten oder länger im Blut eines Infizierten nachweisbar sind.

Die häufigsten Virus-Hepatitis Erkrankungen erfolgen mit den Viren A, B und C. Alle drei Virus-Typen sind weltweit verbreitet. Schutzimpfungen existieren nur gegen die Hepatitis A und B.

Für den Frauenarzt ist vor allem die Hepatitis B, im Rahmen seiner Impftätigkeit und als Präventionsarzt der Frau auch die Hepatitis A von Bedeutung. Im Folgenden wird deswegen auf diese beiden Varianten eingegangen.

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