HAH-Test

Der Hämagglutinationshemmtest ist ein Verfahren, um das Vorhandensein von spezifischen Antikörpern gegen ein Virus nachzuweisen.
Viele Viren haben die Fähigkeit, mit bestimmten Oberflächenstrukturen an die Oberfläche roter Blutkörperchen zu binden und so eine Verklumpung (Hämagglutination) herbeizuführen. Sind im Blut jedoch Antikörper gegen das Virus vorhanden, besetzen diese die Oberflächenstrukturen auf dem Virus und es kann keine Hämagglutination mehr stattfinden (Hemmung der Hämagglutination). Bei dem Test wird eine Standardlösung Viren mit dem Blut der Testperson und einer Standardlösung mit roten Blutkörperchen gemischt.
Um eine exakte Aussage über den Antikörperstatus machen zu können, verdünnt man das Blut unterschiedlich stark. Die Verdünnung, bei der gerade noch eine Hemmung auftritt, bezeichnet man als Antikörpertiter. Liegt der Titer bei 1:32, ist der Schutz durch die Antikörper gewährleistet. Ist der Titer bei 1:8, ist die vorhandene Menge an Antikörpern zu gering, um vor einer Infektion mit dem Rötelnvirus zu schützen. Liegt der Wert dazwischen, müssen weitere Untersuchungen durchgeführt werden.