Gestose
Vorsorge
Die Schwangerschaftsuntersuchungen sind darauf ausgerichtet, eine Gestose frühzeitig zu erkennen. Nehmen Sie daher die Termine bei Ihrem Frauenarzt regelmäßig wahr. Ihr Frauenarzt kann durch die Überwachung der entsprechenden Werte (Blutdruck, Blut- und Harnwerte, Gewichtszunahme, Ödeme) eine entstehende Gestose rechtzeitig feststellen und frühzeitig entgegenwirken. Hierbei reicht oft schon die Umstellung einiger Gewohnheiten sowie Schonung für den Rest der Schwangerschaft. Wenn nötig, bekommen Sie Medikamente verordnet, die eine Erkrankung verhindern oder deren Verlauf mildern können. Bitte haben Sie keine Angst, diese einzunehmen. Die verordneten Wirkstoffe sind für Ihr Kind nicht schädlich. Eine unbehandelte Gestose jedoch kann der bestehenden Schwangerschaft durchaus gefährlich werden. Sprechen Sie immer mit Ihrem Frauenarzt, bevor Sie von ihm verordnete Arzneimittel absetzen oder andere einnehmen.
Einige Experten empfehlen für Schwangerschaft und Stillzeit eine generelle Zusatzeinnahme von Magnesium in der Dosierung von 450mg pro Tag. Magnesium ist ein in der Schwangerschaft wichtiger Mineralstoff, und Magnesiummangel steht im Verdacht, zur Entstehung von Schwangerschaftsübelkeit, vorzeitigen Wehen, Bluthochdruck und Präeklampsie beizutragen. Dies ist jedoch zunächst nur ein Verdacht und ob durch die Einnahme der (z. T. teuren) Präparate tatsächlich ein Vorteil entsteht, ist nicht gesichert. Einer Einnahme steht hinsichtlich zu erwartender Nebenwirkungen (auch bei Überdosierung) nichts im Wege. Eventuell ist mit Müdigkeit und Stuhlverdünnung zu rechnen. Sprechen Sie dennoch mit Ihrem Frauenarzt über seine Einschätzung und Empfehlung.
Lag bereits in einer früheren Schwangerschaft eine Präeklampsie vor, kann Ihnen Ihr Arzt vorsorglich die Einnahme niedrigdosierter Acetylsalicylsäure verordnen.





