Gestose
Prognose & Verlauf
Glücklicherweise sind heutzutage Spätschäden bei Kindern, deren Mütter in der Schwangerschaft unter einer Gestose litten, nur in wenigen Ausnahmefällen zu erwarten. Dies liegt an der frühen Erkennung und entsprechenden Behandlung der Symptome, so dass schwere Verläufe selten geworden sind. Eine Überwachung der wichtigen Werte ist daher in den Katalog der Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen aufgenommen und sollte konsequent durchgeführt werden.
Das zu den schweren Verlaufsformen zählende HELLP-Syndrom birgt allerdings eine um 50% erhöhte Wahrscheinlichkeit der Neugeborenen-Sterblichkeit in sich. Tritt diese Form einer Gestose-Erkrankung auf, muss eine vorzeitige Geburt, eventuell durch einen Kaiserschnitt, erwogen werden.
Bei der Präeklampsie gilt: Je früher in der Schwangerschaft sie auftritt, desto schwerer ist der zu erwartende Verlauf. Bei einem länger andauernden Hochdruck kann es zu Schäden an den Blutgefäßen des Mutterkuchens (Plazenta) kommen, wodurch das ungeborene Kind dann nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt wird. Daher sollte die Erkrankung nicht unbehandelt bleiben. Dann besteht zusätzlich die Gefahr von lebensgefährlichen Krampfanfällen, d. h. die Entstehung einer schwereren Verlaufsform, der Eklampsie. Die Krämpfe sind sowohl für die Mutter als auch für das Kind bedrohlich. Regelmäßige Schwangerschaftsuntersuchungen und somit frühzeitige Erkennung und Therapie senken das Eklampsie-Risiko deutlich.





