Frauenärzte im Netz


Geschichte der Verhütung

Verhütung damals


Schon lange vor Christi Geburt versuchten Frauen sich vor ungewollten Schwangerschaften zu schützen. Aus dem Altertum liegen Schriftstücke vor, in denen über die Möglichkeiten der Verhütung berichtet wird. Empfohlen werden beispielsweise verschiedene Pflanzenextrakte wie Akazienblätter mit Honig, Olivenöl, Bleisalbe oder Weihrauch. Sie sollten bei vaginaler Anwendung die eindringenden Spermien abtöten.

Eine sehr anschauliche Beschreibung liefert Soranus von Ephesus (etwa 100 n. Chr.): Nach der Ejakulation des Mannes soll die Frau sich zurückziehen, in die Hocke gehen und niesen - zusätzlich sollte durch das Auswischen der Scheide versucht werden, den Samen aus dem weiblichen Körper zu „lösen". Auch an Tieren wurden diverse Mittel erprobt; Kamele bekamen beispielsweise auf langen Reisen Steine in die Gebärmutter gelegt, um eine Trächtigkeit zu verhindern.

Seit dem 16. Jahrhundert werden Kondome zur Vermeidung von Geschlechtskrankheiten eingesetzt. Andere Methoden wie Scheidenspülungen mit Spritzen und das Scheidendiaphragma wurden im 19. Jahrhundert entwickelt. Heutzutage gilt die orale Verhütung mit der „Pille" als eine der sichersten und beliebtesten Methoden der Verhütung.

1951 wurde in den USA die Pille erstmals als Verhütungsmittel zum Patent angemeldet, die Einführung erfolgte 1960. Ein Jahr später kam sie auch in Deutschland auf den Markt. Da sie hierzulande sehr umstritten war und mit diversen Moralvorstellungen kollidierte, wurde sie vorerst als Mittel zur „Behebung von Menstruationsstörungen" eingesetzt und zunächst nur verheirateten Frauen verschrieben. Seit Jahrzehnten ist ihre Verordnung zum Glück nicht mehr auf bestimmte Personengruppen beschränkt und für sehr viele Mädchen und Frauen aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken.

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