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Geburt

Eröffnungsperiode


Die Eröffnungsperiode zeichnet sich durch den Beginn regelmäßiger (alle 3 bis 6 Minuten) Wehen aus, welche die Öffnung des Muttermundes bewirken. Das Schmerzempfinden ist individuell sehr unterschiedlich; daher werden auch die Eröffnungswehen unterschiedlich stark schmerzhaft erlebt.

Die Wehen sind koordinierte Kontraktionen der Gebärmutter und werden durch das Hormon Oxytocin gesteuert. Durch die Wehen zieht sich das Muskelgewebe des oberen Gebärmutterhalses immer mehr zusammen, da sich die Muskeln in der Wehenpause nicht wieder auf die ursprüngliche Länge ausdehnen. Diese Kontraktion bewirkt, dass sich die unteren Teile der Gebärmutter immer weiter zurückziehen (Retraktion) und der Muttermund sich öffnet. Der Kopf des Kindes tritt tiefer und Gebärmutterhals (Zervix) und Vagina formen sich zu einem Trichter. Der Gebärmutterhals entfaltet sich (Dilatation) und die Fruchtblase wölbt sich vor. Die Phase endet mit der vollständigen Öffnung des Muttermundes auf etwa 10cm.

Die Eröffnungsphase dauert bei Erstgebärenden zwischen 10 und 12 Stunden, bei Frauen, die bereits Kinder geboren haben (Mehrgebärende) verkürzt sie sich meist auf 6 bis 8 Stunden. Die Zeiten sind aber sehr variabel, viele Frauen empfinden auch die noch unregelmäßigen Wehen als Eröffnungswehen.

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