Frauenärzte im Netz

Gebärmutterkörperkrebs

Therapie


Die Wahl der Therapie hängt vom Stadium der Erkrankung ab.

Hormontherapie

Besteht nur eine gutartige Wucherung der Schleimhaut (adenomatöse Hyperplasie), kann eine Hormontherapie mit höher dosiertem Gestagen durchgeführt werden. Um den Erfolg der Behandlung zu kontrollieren, muss nach sechs Monaten eine Ausschabung durchgeführt werden. Wenn durch die erste Behandlung keine Heilung erzielt werden konnte, versucht man es bei jungen Frauen mit Kinderwunsch ein weiteres Mal, bei Frauen mit abgeschlossener Familienplanung oder nach den Wechseljahren empfiehlt man eine Entfernung der Gebärmutter. Bringt auch eine weitere Hormontherapie nicht den gewünschten Erfolg, muss die Gebärmutter entfernt werden.

Operation

Können bereits bösartige Tumorzellen nachgewiesen werden, muss operativ vorgegangen werden. Im Stadium I (Krankheitsbild) wird die Gebärmutter samt Eileitern und Eierstöcken harausgenommen, bei stark entarteten Tumorzellen werden zusätzlich die Lymphknoten des Beckens entfernt.

Ab Stadium II wird eine Operation nach Wertheim-Meigs durchgeführt. Hierbei werden die Gebärmutter, die Eileiter und Eierstöcke, die Lymphknoten des Beckens und entlang der Bauchschlagader, das Gewebe um die Gebärmutter herum und ein Teil des Scheidengewölbes entfernt.

Ab Stadium IV kann im Regelfall keine Operation mehr durchgeführt werden.

Komplikationen, die sich durch die Operation ergeben können, sind Verletzungen der Harnleiter, der Blase und Harnröhre sowie Fisteln zwischen Darm und Scheidengewölbe. Werden bei der Operation die Eierstöcke entfernt, treten auch bei jungen Frauen die Wechseljahre verfrüht ein. Abgesehen davon, dass medikamentöse Hilfe möglich ist, stellt das für viele Frauen ein großes psychisches Problem dar.

Bestrahlung

Eine therapeutische Bestrahlung wird angewendet, wenn das Scheidengewölbe vom Krebs betroffen war. So kann ein Wiederauftreten des Tumors verhindert werden. Außerdem kommt die Bestrahlung zum Einsatz, wenn der Tumor so weit fortgeschritten ist, dass er nicht mehr operiert werden kann, oder wenn er nicht vollständig entfernt werden konnte.

Durch die Bestrahlung können vor allem Entzündungen der Harnblase, des Darms, der Scheide und der Haut entstehen. Zusätzlich ist eine Einlagerung von Lymphflüssigkeit in den Beinen (Lymphödem) möglich.

Chemotherapie

Eine Chemotherapie mit Adriamycin und Cisplatin erfolgt bei Tumoren, die auf Grund ihrer Ausbreitung nicht operiert werden können oder wenn nach einer Operation der Tumor wieder auftritt.

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