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Gebärmutterkörperkrebs

Informationen für Angehörige


Wie eine Frau eine Krebserkrankung erlebt, ist individuell sehr unterschiedlich und hängt von der aktuellen Lebenssituation, ihren sozialen Beziehungen und ihrer Lebensgeschichte ab. Über diese individuellen Unterschiede hinaus lassen sich einige wiederkehrende Muster von subjektivem Erleben, emotionalen Reaktionen und phasenspezifischen Bewältigungsschritten erkennen.

Ungeachtet deutlich verbesserter Heilungschancen wird die Diagnose „Krebs" im ersten Augenblick unweigerlich als „Sturz aus der normalen Wirklichkeit" und als „Todesurteil" aufgefasst. Auch eine einfühlsame Aufklärung durch den Arzt oder Angehörige kann das nicht verhindern. Die Diagnose empfindet die Frau als Bedrohung; sie fühlt sich ohnmächtig und hilflos. Besonders belastend sind die Gedanken, dass durch viele Krebserkrankungen die Fruchtbarkeit beeinträchtigt wird oder verloren geht, und Veränderungen im sexuellen Erleben auftreten können.

Der anfängliche Ausnahmezustand geht meist innerhalb kurzer Zeit in eine Phase der Krankheitsverarbeitung über, in der starke Stimmungsschwankungen zwischen Euphorie und Verzweiflung auftreten können. Erschöpfungszustände, scheinbar grundloses Weinen, Albträume und Angstzustände können sowohl die erkrankte Frau, als auch die Angehörigen beunruhigen und belasten. Diese Phänomene sollten nicht als psychische Störung abgetan werden. Vielmehr ist die intensive Beschäftigung und Aufarbeitung der Krankheit für die Betroffene sehr wichtig für die weitere Krankheitsbewältigung. In einem schrittweisen Prozess erlangt die Frau meist die Kontrolle über ihr Denken zurück und stellt fest, dass es „irgendwie weitergeht".

In dieser schwierigen Zeit, der oft eine körperlich wie psychisch anstrengende Therapie folgt, ist ein Rückhalt mit emotionaler und praktischer Unterstützung durch Partner und Familie von großer Bedeutung.

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