Frauenärzte im Netz

Gebärmutterhalskrebs

Verlauf & Prognose


Zellveränderungen und Krebsvorstufen

Die Zahl der Frauen, bei denen - meist im Alter zwischen 20 und 40 Jahren - eine Krebsvorstufe entdeckt wird, ist etwa 100mal so hoch wie die Anzahl derer, bei denen sich tatsächlich Gebärmutterhalskrebs entwickelt. Das bedeutet, dass zwar viele Frauen einmal zelluläre Veränderungen am Gebärmutterhals aufweisen, sich aber nicht grundsätzlich ein bösartiger Tumor daraus entwickelt.

  • Leichte Dysplasien (CIN I bzw. PapII, PapIIID) bilden sich in 57% der Fälle von selbst zurück. Bei 32% bleiben die Dysplasien länger als ein Jahr bestehen und schreiten in 11% zum Carcinoma in situ, also einer Krebsvorstufe, fort. Davon entwickelt sich etwa 1% zum invasiven Karzinom.
  • Mittelschwere Veränderungen (CIN II bzw. PapIIID, PapIII) bilden sich in 43% der Fälle zurück, sie persistieren in 35%. 22% schreiten zum Carcinoma in situ und in 5% der Fälle zum invasiven Karzinom fort.
  • Bei schwerer Dysplasie und Carcinoma in situ (CIN III bzw. PapIVA, PapIVB) kommt es in 32% zur spontanen Heilung, in weniger als 56% der Fälle zur Persistenz und in bis zu 70% der Fälle zum invasiven Karzinom.
Gebärmutterhalskrebs

Wird ein Zervixkarzinom in einem frühen Stadium erkannt, wenn die Eindringtiefe ins Gewebe kleiner als 3mm ist, betragen die Heilungschancen beinahe 100%. Wird die Krankheit erst entdeckt, wenn bereits ein deutlicher, aber auf den Gebärmutterhals begrenzter Tumor vorhanden ist, beträgt die 5-Jahre-Überlebensrate nur mehr 65%. Hat der Krebs bereits weitere Organe befallen, sinkt diese Rate noch weiter ab.

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