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Gebärmutterhalskrebs

Ursachen


Humane Papillomviren (HPV) sind die Hauptursache für Gebärmutterhalskrebs und seine Vorstufen. Es sind über 100 verschiedene Humane Papillomviren-Typen (HPV-Typen) bekannt, von denen über 30 den Gebärmutterhals, die Scheide und den äußeren Genitalbereich befallen können.
Die HP-Viren werden in zwei Gruppen unterteilt:

  • Niedrig-Risiko-Typen, die in der Regel keinen Krebs verursachen aber harmlose Genitalwarzen - so genannte Condylome - hervorrufen können.
  • Hoch-Risiko-Typen, die Veränderungen an Zellen hervorrufen, die eine Krebsvorstufe am Gebärmutterhals darstellen und sich später zu einem Krebs entwickeln können.

    Animation: Entstehung von Gebärmutterhalskrebs

Die Viren werden durch direkten Haut- oder Schleimhautkontakt, meist beim Geschlechtsverkehr übertragen. Etwa 80% aller sexuell aktiven Menschen machen mindestens einmal in ihrem Leben eine HPV-Infektion durch. Diese wird nur in sehr seltenen Fällen von Symptomen begleitet. Bei 90% der infizierten Frauen heilen die Infektionen in einem Zeitraum von bis zu 2 Jahren ohne Therapie und ohne Folgen aus. Etwa 10% der betroffenen Frauen bleiben dauerhaft infiziert und können Zellveränderungen am Gebärmutterhals entwickeln. Nur etwa 1-3% der Zellveränderungen entwickeln sich über einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren zu einem Gebärmutterhalskrebs - die übrigen heilen meist ohne Therapie aus. Gebärmutterhalskrebs ist also eine sehr seltene Folge einer sehr häufigen Infektion. Je jünger die Frau bei der Infektion ist, umso wahrscheinlicher ist diese natürliche Ausheilung. Wurde einmal eine HPV-Infektion durchgemacht, ist eine erneute Infektion mit dem gleichen Virus unwahrscheinlich, kann aber nicht völlig ausgeschlossen werden.

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