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Gebärmutterhalskrebs

Untersuchungsmethoden


Der Gebärmutterhals wird im Rahmen der gesetzlichen Krebsfrüherkennung (Pap-Abstrich) einmal im Jahr untersucht. Sollten sich dabei Auffälligkeiten zeigen, kann eine Kolposkopie vorgenommen werden. Sind bösartige Veränderungen am Gebärmutterhals entdeckt worden wird Gewebe entnommen, um das Stadium der Erkrankung und die notwendige Therapie zu bestimmen.

Pap-Abstrich

Der nach dem Anatomen und Pathologen George Nicholas Papanicolaou benannte Test macht es möglich, die Zellen des Gebärmutterhalses anhand ihres Aussehens, bestimmten mehr oder weniger verdächtigen Zellstadien, zuzuordnen. Dazu entnimmt der Arzt durch die Scheide mit einem Spatel oder Wattetupfer Zellen vom Gebärmutterhals (Abstrich-Untersuchung). Diese werden im Anschluss daran im Labor gefärbt und untersucht.

Pap-Test (Einteilung mit Bildern)

Zusätzlich oder unabhängig vom Pap-Test kann der Frauenarzt den Muttermund bei einer Kolposkopie untersuchen. Mit einem beleuchteten Vergrößerungsglas betrachtet er den Muttermund und das umgebende Gewebe. Kleinste Verletzungen und Veränderungen werden so sichtbar. Durch betupfen mit verdünnter Essigsäure und Jodlösung, können krankhafte Bereiche noch besser identifiziert werden.

Auffällige Befunde (chronische PAPIII, PAPIIID, PAPIV) werden mittels Biopsie oder Konisation abgeklärt und die Ergebnisse als so genannte CIN-Stadien (cervikale-intraepitheliale-Neoplasien) definiert. Während beim Pap-Test nur lose, oberflächliche Zellen untersucht werden, wird bei der Einschätzung von CIN ein Schnitt durch die Schleimhaut des Gebärmutterhalses angefertigt, so dass alle Schleimhautschichten von der Oberfläche bis in die Tiefe untersucht werden können. Um dafür Gewebe vom Muttermund und/oder dem Gebärmutterhalskanal zu gewinnen, gibt es zwei Möglichkeiten: die kolposkopisch gezielte Biopsie oder Konisation.

 Biopsie

Halten leichte bis mittelgradige Zellveränderungen (chronische PAPIII, PAPIIID, PAPIV) länger an oder verschlechtern sich, wird in der Regel eine Gewebeentnahme notwendig. Es handelt sich um einen relativ kleinen Eingriff, der ambulant durchgeführt werden kann und meist dann erfolgt, wenn sich der verdächtige Bereich auf den Muttermund beschränkt. Dabei wird mit Hilfe einer Lupe (Kolposkopie) gezielt verdächtiges Gewebe zur Untersuchung und Einteilung in die CIN-Klassifikation entnommen. Bei unklaren Befunden oder verdächtigen Bereichen die im Gebärmutterhals liegen und mit Hilfe der Lupe nicht einsehbar sind, wird eine Konisation durchgeführt.  

Konisation
Dieser Eingriff dient zur Diagnostik und stellt in vielen Fällen zugleich die Therapie dar.
Es handelt sich um einen relativ komplikationslosen Eingriff, der von der Scheide her erfolgt. Er wird unter Vollnarkose ambulant oder in kurzdauernder stationärer Behandlung durchgeführt. Bei diesem Eingriff wird ein kegelförmiges Gewebestück aus dem Muttermund und dem Gebärmutterhals entfernt. Die Entnahme erfolgt mittels Laser oder einer elektrischen Drahtschlinge (Hochfrequenz-Schlinge). Um die Schnittränder soll dabei einen Rand gesunden Gewebes verbleiben (dysplasiefrei). Wurden die verdächtigen Bezirke im dysplasiefreien, gesunden Gewebe entfernt, ist keine weitere Therapie mehr notwendig.
Mit der Konisation erfolgt immer auch eine Ausschabung der Gebärmutterschleimhaut (Kürettage), um mögliche Ausdehnung der bösartigen Veränderungen auf den Innenraum der Gebärmutter ausschließen.
Weitere bildgebende Verfahren

Mittels Lymphografie, einer Darstellung der Lymphgefäße im Röntgenbild, kann der Befall von Lymphknoten sehr gut nachgewiesen werden. Eine weitere Möglichkeit dafür bietet die Computertomografie. Die Kernspintomografie ist geeignet, die Größe und Ausdehnung des Tumors sowie seine Abgrenzung zur Blase und dem Dickdarm festzustellen.

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