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Gebärmutterhalskrebs

Postkonisationsprophylaxe


HPV-Impfung nach Konisation reduziert Risiko einer Zweiterkrankung

Nach einer Konisation, der chirurgischen Entfernung von Zellveränderungen am Gebärmutterhals (Dysplasie), haben betroffene Patientinnen ein besonders hohes Risiko eine Reinfektion zu erleiden - z.B. durch einen Partner, der weiterhin Träger einer Infektion mit Humanen Papillomviren ist. Die HPV-Impfung nach einer Konisation trägt dazu bei, das Wiedererkrankungsrisiko dieser Frauen deutlich zu senken und wird daher von Frauenärzten empfohlen.

Hintergrund:
Die Auswertungen von Studien zur Wirkung  beider HPV-Impfstoffe haben einen deutlichen Schutz vor einer Wiedererkrankung bei Frauen gezeigt, die während ihrer HPV-Infektion geimpft worden waren. Zwar wurde die Entwicklung der aktuellen Infektion und Dysplasie durch die Impfung nicht direkt beeinflusst, aber nach einer Therapie (Konisation) hatten diese Frauen eine erheblich geringere Wiedererkrankungsrate. Eine Erklärungsmöglichkeit für die Verminderung von Zweiterkrankungen bei diesen Frauen (Postkonisationsprophylaxe) ist, dass insbesondere Patientinnen mit Dysplasien keine ausreichende natürliche Immunität gegen die HPV-Infektion entwickeln konnten und daher von der Impfung profitieren.

Die HPV-Impfung gilt als sinnvoll für alle Mädchen und Frauen, die sexuell aktiv und HPV-positiv sind oder aufgrund einer Dysplasie behandelt wurden. 
Beide Impfstoffe sind ab dem neunten Lebensjahr für beide Geschlechter europaweit ohne Altersbegrenzung nach oben zugelassen. In Deutschland wird die Schutzimpfung gegen Humane Papillomviren (HPV) derzeit nur nach der Schutzimpfungsrichtlinie (SI-RL) bis zu einem Alter von 17 Lebensjahren von den meisten Krankenkassen erstattet. Viele Krankenkassen finanzieren aber die HPV-Impfung außerhalb der genannten Alterspanne nach Einzelfallentscheidung.

Für die HPV-Impfung außerhalb der Schutzimpfungsrichtlinie kann sich eine Anfrage zur Kostenübernahme bei der persönlichen Krankenversicherung lohnen.

Unter nachfolgendem Link finden Sie

  • eine Vorlage für Patientinnen für ein Antragsformular zur Übernahme der HPV-Impfung durch die Krankenkassen (Ergänzung persönlicher Daten und ggf. Anlagen notwendig):
    Link auf Dokument (pdf zum Ausfüllen)

  • eine Vorlage für den Arzt/die Ärztin zur Empfehlung der HPV-Impfung für die Patientin (Ergänzung von Patientinnen-Daten möglich):
    Link auf Dokument (pdf zum Ausfüllen)

Literatur:
Kang WD et al. Is vaccination with quadrivalent HPV vaccine after loop electrosurgical excision procedure effective in preventing recurrence in patients with high-grade cervical intraepithelial neoplasia (CIN2-3)? Gynecol Oncol 2013 (http://dx.doi.org/10.1016/j.ygyno.2013.04.050)

Joura et al.Effect of the human papillomavirus (HPV) quadrivalent vaccine in a subgroup of women with cervical and vulvar disease: retrospective pooled analysis of trial data. BMJ 2012; 344e:1401 (http://www.bmj.com/content/344/bmj.e1401)

Quelle: Klinik für Gynäkologie der Charité

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