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Mediterrane Ernährung


Die mediterrane Küche erfüllt das Credo der Ernährungswissenschaft perfekt. Dies ergab unter anderem die „Sieben-Länder-Studie": Beim grenzüberschreitenden Topfgucken zeigte sich, dass zwischen Nordeuropa und den Mittelmeerländern ein deutliches Gefälle hinsichtlich der Gesundheit besteht.

Heute wird die traditionelle Mittelmeerkost offiziell als Vorsorgemaßnahme empfohlen. Sie bietet Ihnen die beste Möglichkeit, sich gesund zu essen. Und dabei auch noch voll auf Ihre kulinarische Kosten zu kommen. Wer denkt schon angesichts knackiger Gemüse und Früchte, die nach Sonne schmecken, bei köstlicher Pasta und Fisch und bei einem Glas Rotwein an Diät. In der mediterranen Küche gehen vielmehr Lebensfreude und Genuss mit großem gesundheitlichen Wert Hand in Hand.

Das Geheimnis liegt dabei nicht in einem Nahrungsmittel, sondern vielmehr im Zusammenspiel der Zutaten: Die traditionellen Ernährungsweise in Südeuropa zeichnet sich durch ihre gesunde Vielfalt aus. Pflanzliche Lebensmittel - Brot und Teigwaren, Gemüse, Salat und Obst - machen den Löwenanteil dessen aus, was täglich auf den Tisch kommt. Fisch und Geflügel werden mehrmals wöchentlich, dunkles Fleisch dagegen nur selten serviert. Milch und Milchprodukte wie Joghurt und Käse gibt es täglich, jedoch in mäßigen Mengen. Diese Dosierung gilt auch für Wein, den man regelmäßig, jedoch vorwiegend zu den Mahlzeiten zu sich nimmt. Die Hauptfettquelle ist Olivenöl.

Aus dieser Zusammenstellung des Speiseplans ergibt sich eine optimale Nährstoffbilanz. Mediterran essen bedeutet wenig gesättigte Fettsäuren und Transfette, dafür viel einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren - besonders Omega-3-Fettsäuren. Weiterhin positiv ist der hohe Gehalt an Kohlenhydraten und Ballaststoffen. Ganz zu schweigen von den vielen Vitaminen und Mineralstoffen sowie Antioxidanzien.

Dazu kommt, dass mediterrane Ernährung mit weniger Kalorien zu Buche schlägt, als viele meinen. Dass Pasta dick macht, ist ein Irrglaube. Ebenso wie das Gerücht, dass essen am späteren Abend sich negativ auf der Waage auswirkt. Was sich auf Ihren Rippen ablagert, darüber entscheidet nicht die Uhrzeit. Was einzig zählt, ist die Menge der aufgenommenen Kalorien. Ob Sie Ihr Quantum schon bis zum Nachmittag verspeist haben oder erst am Abend, ist Ihrem Körper einerlei. Wäre Tafeln nach Sonnenuntergang so schädlich, hätten die Mittelmehrländer nicht so gute Noten im internationalen Gesundheitsranking.

Zu Abschluss noch einmal zusammengefasst die Gründe für die positive Wirkung der mediterranen Ernährung. Sie wurden von Ernährungsexperten auf der „International Conference on the Mediterranean Diet" aufgezeigt:

Mediterrane Ernährung

  • liefert reichlich ungesättigte Fettsäuren, besonders Omega-3-Fettsäuren sowie Ölsäure, eine Omega-9-Fettsäure, aus Olivenöl
  • verbessert die Zusammensetzung der Blutfette, indem sie den Gehalt an LDL-Cholesterin und Triglyceriden senkt und im Gegenzug den Gehalt an HDL-Cholesterin erhöht
  • unterstützt den Fettstoffwechsel
  • reduziert die Oxidation von Fetten und so die Gefahr von Arterioseklerose
  • senkt das Risiko einer Verklumpung der Blutkörperchen und damit von Thrombosen
  • wirkt entzündlichen Prozessen entgegen
  • senkt das Risiko eines plötzlichen Herztodes

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