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Entwicklung zur Frau

Pubertät


Die Geschlechtsreifung, d. h. die Entwicklung vom Mädchen zur geschlechtsreifen Frau, findet in der Pubertät statt. Gesteuert wird sie von Hormonen, die im Hypothalamus, in der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) und in den Eierstöcken produziert werden (Hypothalamus-Hypophysen-Eierstock-Achse). Im Alter von 9 bis 10 Jahren beginnen die Follikel in den Eierstöcken - angeregt durch das FSH des Hypophysenvorderlappens - Östrogene zu bilden. Die Östrogene werden in das Blut ausgeschüttet und regen das Wachstum und die Reifung der Geschlechtsorgane an. Auf Grund von Störungen des Hormonhaushalts kann die Pubertät vorzeitig oder auch verspätet stattfinden.

BrustentwicklungDas Einsetzen der verschiedenen Pubertätsphasen ist von Mädchen zu Mädchen sehr unterschiedlich. Die Brustentwicklung (Thelarche) ist oft das erste Pubertätszeichen und beginnt im Alter von 9 bis 12 Jahren. Etwa zeitgleich fängt die Gebärmutter an zu wachsen. Die Schambehaarung bildet sich im Alter von 10 bis 12 Jahren aus, auch Schamlippen und Klitoris wachsen zu dieser Zeit. Etwa ein Jahr, nachdem die ersten Pubertätszeichen sichtbar wurden, setzt ein deutliches Körperwachstum ein (Wachstumsschub) - ausgelöst durch das Wachstumshormon, das von der Hypophyse vermehrt freigesetzt wird. Im Alter von 11 bis 14 Jahren findet die erste Regelblutung (Menarche) statt. Sie gilt als letzte Veränderung der Pubertät, denn im Anschluss beginnen die monatlichen Eierstock- und Gebärmutterschleimhautzyklen. Nach der ersten Regelblutung (Menarche) beenden die Eibläschen nach und nach ihren Ruhezustand und entwickeln sich weiter. Jeden Monat reifen dann mehrere Eibläschen zu Sekundär- und eines davon zum Tertiärfollikel.

Bis zum Alter von 18 Jahren ist der Wachstumsschub abgeschlossen und das Skelett ausgewachsen. Neben der Ausbildung der Geschlechtsmerkmale und der weiblichen Gestalt bewirken die Östrogene in der Pubertät auch eine starke seelische und soziale Veränderung.

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