Eisenmangel
Therapie
In erster Linie wird eine Therapie angestrebt, welche die eigentlichen Ursachen beseitigt. Dann müssen die entleerten Eisenspeicher aufgefüllt werden. Dies geschieht durch die Einnahme von Eisentabletten und eine eisenreiche Ernährung. Da der Körper Eisen nur in begrenzten Mengen aus der Nahrung aufnehmen kann und es relativ lange dauert bis die Eisenspeicher wieder gefüllt sind, sollte eine Eisentherapie, über mindestens 3 bis 6 Monate durchgeführt werden. Doch bereits nach 8 bis 10 Tagen kann man erste Veränderungen im Blutbild erkennen: Vorstufen reifer Blutkörperchen, die Retikulozyten, sind im Blutausstrich sichtbar und ein Zeichen dafür, dass eine gesteigerte Neubildung von Blutzellen erfolgt. Im Blut sollte auch ein Anstieg der Hämoglobinwerte nachweisbar sein.
In besonders schweren Fällen von Eisenmangel, wie beispielsweise bei entzündlichen Magen- und Darmerkrankungen, muss die Gabe des Eisens direkt in die Blutbahn erfolgen. Auf diesem Weg werden die Verluste umgangen, die bei einer Aufnahme durch den Verdauungstrakt erfolgen würden. Hierbei sollte eine strenge Überwachung durch einen Facharzt erfolgen, damit mögliche schwere Nebenwirkungen wie Herzschmerzen, Übelkeit oder ein allergischer Schock vermieden oder schnell behandelt werden können.
Hinweise
Eine Eisentherapie kann Ihren Stuhl schwarz verfärben, seien Sie also nicht beunruhigt. Achten Sie darauf, dass Sie das Eisenpräparat 1 bis 2 Stunden vor oder nach den Mahlzeiten einnehmen, da ansonsten unangenehme Bauchschmerzen auftreten können. Sollten Sie Verstopfungen bekommen, kann das ein Anzeichen für eine nötige Dosisverminderung sein. Besprechen Sie das mit Ihrem Facharzt.
Grundsätzlich sollten Eisentabletten nicht gleichzeitig mit bestimmten Antibiotika (Tetrazyklinen, Anzazida (Magenschutzmedikamente)) eingenommen werden, da sie sich gegenseitig daran hindern, vom Dünndarm aufgenommen zu werden und so nicht wirken können.
Generell erholen sich die Patienten sehr rasch. Sollten Sie dennoch immer wieder Beschwerden haben und keine Ursache dafür gefunden werden, könnte die Abklärung durch einen weiteren Facharzt helfen.





