Eileiterentzündung
Krankheitsbild
In manchen Fällen treten kaum Krankheitsanzeichen auf, so dass eine Adnexitis erst bei einer Routineuntersuchung beim Frauenarzt bemerkt wird. Meistens äußert sich die Entzündung jedoch mit plötzlich einsetzenden und starken Schmerzen im Unterbauch. Die Bauchdecke ist aufgewölbt, gespannt und sehr druckempfindlich. Das Allgemeinbefinden ist stark beeinträchtigt: Die Patientinnen haben über 38° C Fieber, leiden unter Übelkeit und Brechreiz. Häufig besteht ein eitriger, stark riechender Ausfluss aus der Scheide. Ungewöhnliche vaginale Blutungen sind weitere mögliche Anzeichen einer Adnexitis. Mit zunehmender Krankheitsdauer sind die Adnexe geschwollen und ebenfalls druckschmerzhaft. Die Blutsenkungsgeschwindigkeit, ist deutlich erhöht.
Neben diesem akuten gibt es ein chronisches Stadium - wenn nach dem Abklingen der akuten Entzündung weiterhin oder erneut Beschwerden auftreten. Diese gehen auf eine fortbestehende Entzündung bei nicht erfolgreicher Therapie zurück oder sind die Folge von narbigen Veränderungen nach abgeheilter Entzündung. Durch Narben und Verwachsungen der Adnexe mit den Nachbarorganen können uncharakteristische Rückenschmerzen ausgelöst werden, die besonders häufig nach dem Geschlechtsverkehr auftreten. Viele Patientinnen klagen aber auch über Verstopfung, Blähungen, Schmerzen oder Unregelmäßigkeiten bei der Menstruation.





