Frauenärzte im Netz

Cytomegalie (Zytomegalie)

Vorsorge


Eine Impfung gegen Cytomegalie gibt es bislang nicht.

Im Alltag muss es genügen auf normale Hygiene zu achten. Da der Anteil der Virusträger bis zu 80% der Bevölkerung beträgt und eine Infektion meist unerkannt bleibt, ist spezieller Schutz kaum möglich.

Frauen mit kurzfristigem Kinderwunsch und Schwangere, die keine Antikörper gegen das Virus gebildet haben, sollten Dialysestationen und Transplantationsbereiche sowie den engen Kontakt zu Kleinkindern meiden.

In Betreuungseinrichtungen sind 20% der Kleinkinder bis zu drei Jahren infiziert und scheiden das Virus Monate oder Jahre mit dem Speichel oder dem Urin aus. Erzieherinnen, Kinderkrankenschwestern und verwandte Berufe sollten daher auf folgende Hygieneregeln achten:

  • Nach Windelwechsel, Füttern, Baden, Nase putzen und Berühren von Spielzeug sollte man seine Hände mit Seife unter warmem Wasser waschen.
  • Die gemeinsame Nutzung von Gebrauchsgegenständen wie Tassen, Handtücher etc. sollte vermieden werden.
  • Die Kinder sollten nicht auf den Mund oder die Wange geküsst werden.
  • Gegenstände und Oberflächen, die mit Urin oder Speichel der Kinder in Kontakt gekommen sind, sollten anschließend gereinigt werden.

Eine gezielte Vorsorge könnte in der Erkennung von Schwangeren mit fehlendem Immunschutz bestehen. Vor oder zu Beginn einer Schwangerschaft empfiehlt daher eine Reihe von Ärzten eine gezielte Untersuchung auf das Virus hin. Fällt der Test negativ aus, sollte er während der Schwangerschaft alle 8 bis 10 Wochen wiederholt werden. Allerdings gehört dieser Test bisher nicht zu den gesetzlichen Vorsorgeuntersuchungen und wird daher von den Krankenkassen nicht bezahlt.

Falls eine Mutter das Virus in sich trägt bzw. CMV-positiv ist, sollte bei einer Frühgeburt (vor der 30.SSW und einem Geburtsgewicht unterhalb von 1000g) das Stillen überdacht bzw. nach Rücksprache mit dem Arzt vorsichtshalber darauf verzichtet werden.

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