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Cytomegalie (Zytomegalie)

Diagnostik


Allgemeine Verfahren

Da eine Cytomegalie uncharakteristische Symptome aufweist, ist eine Diagnose recht schwierig. Meist wird der Weg der Ausschlussdiagnostik beschritten, d.h. dass zunächst andere virale oder bakterielle sowie Pilzinfektionen mit ähnlichem Krankheitsbild ausgeschlossen werden.

Bei der Erstuntersuchung wird der Arzt Beschwerden sowie Vorerkrankungen erfragen. Die nachfolgende körperliche Untersuchung kann allgemeine Anzeichen einer Infektion, z.B. vergrößerte Lymphknoten, aufdecken.

Mittels Ultraschall lassen sich Vergrößerungen der Organe, bei Ungeborenen Missbildungen, vor allem am Gehirn, aufzeigen. 

Veränderungen der allgemeinen Blutwerte sind in der Regel unspezifisch und können kaum als sicheres Diagnosemerkmal dienen. Beispielsweise deutet eine Vermehrung der weißen Blutkörperchen lediglich allgemein auf eine Entzündung im Körper hin.

In entnommenen Gewebeproben lassen sich die typischen „Eulenaugenzellen" unter dem Mikroskop erkennen.

Für eine definitive Diagnose müssen die Viren im Körper nachgewiesen werden. Das kann indirekt über Antikörper oder direkt über Antigene erfolgen. 

Nachweisverfahren

Eine Bestimmung der Antikörper im Blut, der indirekte Virusnachweis, lässt keinen eindeutigen Schluss zu, ob die Patientin akut erkrankt oder lediglich mit dem Virus infiziert ist. Allerdings zeigen zwei unterscheidbare Antikörper, ob das Immunsystem kurzfristig (anti-CMV-IgM) oder bereits vor längerer Zeit, mindestens 4 Wochen zuvor, (anti-CVM-IgG) mit dem Cytomegalovirus konfrontiert wurde.

Der IgG bleibt nach der Erstinfektion lebenslang positiv. Da die IgG-Antikörper die Plazenta passieren, zeigt ein positiver IgG bei einem Neugeborenen lediglich die gesicherte Infektion der Mutter auf, die aber nicht zwingend auf das Neugeborene übergegangen sein muss. 

Der IgM-Antikörper deutet auf eine frische Ansteckung hin und wird normaler Weise nach einiger Zeit wieder negativ. Ein positiver IgM eines Neugeborenen lässt Rückschlüsse auf dessen Ansteckung während der Schwangerschaft zu, da der IgM die Plazenta nicht passieren kann.

Ein direkter Nachweis des Cytomegalovirus ist über Antigene möglich. Einerseits kann die Erbinformation der Viren mittels einer quantitativen Polymerasekettenreaktion (PCR) ermittelt werden.

Andererseits steht der so genannte  pp65-Test zur Verfügung, der das spezifische Antigen pp65 in infizierten Lymphozyten sichtbar machen kann.

Ab ungefähr der 19. bis 20. Schwangerschaftswoche kann eine Infektion des Fetus diagnostiziert werden. Für ein Nachweisverfahren ist die Entnahme von Fruchtwasser oder über eine Nabelschnurpunktion gewonnenes Blut erforderlich.   

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