Chlamydien-Infektionen
Erreger
Verursacht wird die genitale Infektion durch das Bakterium Chlamydia trachomatis (Serogruppen D-K). Chlamydia trachomatis gehört zu einer Gruppe sehr kleiner Bakterien den so genannten Chlamydien. Sie sind zur Vermehrung auf Wirtszellen angewiesen.
Neben Chlamydia trachomatis gibt es zwei weitere Chlamydienarten, die ebenfalls Krankheitserreger sind:
- Chlamydia pneumoniae ist die Erregerart einer Lungenentzündung. Seit kurzem vermutet man einen Zusammenhang zur Entstehung von Arteriosklerose, Herzinfarkt, multipler Sklerose, Asthma bronchiale und Morbus Alzheimer.
- Chlamydia psittaci löst die so genannte Papageienkrankheit aus. Diese ist sehr selten und erinnert in ihren Symptomen an eine Lungenentzündung.
Die Übertragung erfolgt in erster Linie durch sexuellen Kontakt. Kinder infizierter Mütter können sich bei der Geburt infizieren und bedeuten ein sehr hohes Ansteckungsrisiko.
Alle Chlamydien durchlaufen bei einer Infektion einen komplexen Vermehrungszyklus, bei dem sie zwischen zwei Formen wechseln: Die kleineren Elementarkörperchen sind die infektiöse Vermehrungsform der Bakterien. Die Elementarkörperchen befallen Zellen und wandeln sich im Zellinneren in die auch Retikularkörperchen genannten Initialkörperchen um. Diese vermehren sich, in dem sie sich so lange teilen, bis die Wirtszelle platzt. Die Initialkörperchen wandeln sich wieder um in Elementarkörperchen, die in großer Zahl frei gesetzt werden und neue Zellen befallen.





