Brustentwicklung & Muttermilch
Brustentwicklung während der Schwangerschaft
Oftmals spüren Frauen an der Veränderung ihrer Brust sehr frühzeitig, dass sie schwanger sind. Die Brüste werden größer, empfindlicher und spannen. Die Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron sowie eine Reihe anderer Hormone (Relaxin, Prolaktinund Insulin) sorgen während der Schwangerschaft für das große Wachstum der Brust und eine Differenzierung der Drüsen. Gleichzeitig werden die Zellen der Milchgänge und Milchsäckchen (Alveolen) auf die Milchabgabe vorbereitet. Diesen Vorgang nennt man Galaktogenese. Er ist in der zweiten Schwangerschaftshälfte soweit entwickelt, dass das Stillen selbst nach einer Frühgeburt möglich ist.
Der Spiegel des Hormons Prolaktin, das entscheidend zur Milchbildung beiträgt, steigt bei schwangeren Frauen um das zwanzigfache an. Prolaktin wirkt entspannend, macht gelassener und weckt Beschützergefühle, daher wird es auch Mütterlichkeitshormon genannt. Ist es während der Schwangerschaft durch den hohen Östrogen- und Progesteronspiegel gehemmt, entfaltet es nach der Geburt, d.h. durch den raschen Abfall dieser beiden Schwangerschaftshormone, seine ganze Wirkung. Neben Prolaktin wird das Hormon Oxytocin ausgeschüttet, das das Ausstoßen der Milch beim Stillen erleichtert, in dem es die Milchgänge auf einen Saugreiz hin zusammenzieht. Gleichzeitig wirkt es auf die Muskelzellen der Gebärmutter und fördert deren Kontraktion. Etwa zwei bis drei Tage nach der Entbindung ist die Stillfunktion vollständig ausgebildet, wenngleich der Saugreiz durch das Kind in den ersten Stunden nach der Geburt erforderlich ist.





