Frauenärzte im Netz

Bakterielle Vaginose

Die bakterielle Besiedelung


Als bakterielle Vaginose wird eine krankhafte Veränderung des Scheidenmilieus durch die erhöhte Besiedlung des Bakteriums Gardnerella vaginalis sowie anderer anaerober Keime und Mykoplasmen bezeichnet. Das mikrobiologische Gleichgewicht der Vagina verschiebt sich zu Ungunsten der Laktobazillen.

Die bakterielle Vaginose ist die häufigste mikrobiologische Störung des Scheidenmilieus bei Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter. Sie kann bei 5% der Frauen im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung und über 30% der Patientinnen einer Klinik für sexuell übertragbare Erkrankungen nachgewiesen werden. In der Schwangerschaft liegt die Häufigkeit zwischen 10 und 20%. Nur bei etwa der Hälfte der Betroffenen zeigt sich das typische Symptom, ein veränderter Ausfluss (Fluor), der von einem unangenehmen, meist fischigen, Geruch begleitet wird. Im Rahmen einer gynäkologischen Untersuchung kann eine bakterielle Vaginose an einem Abstrich mittels vier markanter Befunde  diagnostiziert werden. Die Therapie erfolgt medikamentös.

Eine bakterielle Vaginose heilt in der Regel in 10 - 20% der Fälle spontan aus. Nach einer Therapie ist die Rückfallquote mit 60 -70 % allerdings recht hoch. Während einer Schwangerschaft birgt die Erkrankung die Gefahr einer Frühgeburt und sollte daher keinesfalls unterschätzt werden.

Artikel drucken   Artikel empfehlen

Zum Thema