Frauenärzte im Netz

Dr. med. Petra Brinkmann, Rothenburg 49, 48143 Münster

Erkrankungsursachen


Chromosomenstörungen

Ein gesunder Mensch hat in jeder Zelle seines Körpers 46 Chromosomen, die die Erbinformation tragen. Chromosomenstörungen sind Veränderungen in der Anzahl oder im strukturellen Aufbau der Erbträger. Während der Empfängnisphase können zufällige Verteilungsfehler dieser Erbträger auftreten. Einer der bekanntesten Zufallsfehler ist die Trisomie 21 („ Down-Syndrom“- früher als Mongolismus bezeichnet). In jeder Schwangerschaft besteht ein geringes Risiko, dass ein Kind eine solche Chromosomenstörung haben könnte. Bei der Trisomie 21 ist bekannt, dass das Risiko mit zunehmendem Alter der Mutter steigt. Der Einfluss des väterlichen Alters ist sehr viel geringer. Andere Chromosomenstörungen sind unabhängig vom mütterlichen Alter.


Erbkrankheiten

Die Erbkrankheiten beruhen auf Genveränderungen, die bereits bei einem oder beiden Elternteilen vorliegen, oder die neu entstanden sind. Die Erbkrankheiten können sowohl die Stoffwechselfunktionen als auch den Körperbau betreffen. In solchen Fällen ist vorab ein humangenetisches Beratungsgespräch sinnvoll.


Fehlentwicklungen von Organen

Es handelt sich um einen krankhaften Zustand einzelner oder mehrerer Organe, der auf eine Störung der Entwicklung - bereits im Mutterleib - zurückzuführen ist. Die meisten Fehlbildungen der kindlichen Organe entstehen im zweiten oder dritten Schwangerschaftsmonat. Am häufigsten sind das Herz, die Nieren, die Harnwege und das Gehirn betroffen. Eine konkrete Ursache lässt sich in seltenen Fällen feststellen. Eine Rolle spielen können äußere Einflüsse wie Medikamente, Strahleneinwirkung, mütterliche Infektionen etc. Viele dieser Organfehlbildungen können heutzutage mit einem hochauflösenden Ultraschallgerät und besonderer Erfahrung des Untersuchers mit großer Wahrscheinlichkeit werden. Jedoch auch bei herausragender Gerätequalität, sorgfältiger Untersuchung und Erfahrung können Fehlbildungen vorgeburtlich unentdeckt bleiben.